Ferencváros Budapest - Zalaegerszegi TE 0:0 (0:0) | 13.03.2004
Nationalliga NB I / Üllöi út-Stadion (6.000 Zuschauer)
Nach dem Spiel Vasas SC - BKV Elöre nahmen wir die Metro und erreichten nach 20minütiger Fahrt die Station Nepliget, die sich unmittelbar am Üllöi út-Stadion befindet. Dort war nur ein einziger Kassenbereich geöffnet, vor dem sich ein riesiger Pulk aus allen Richtungen anstellte. Trotz des Umstandes, dass es quasi überhaupt nicht vorwärts ging, blieb die Menge unheimlich gelassen und ergab sich ihrem Schicksal. Schließlich hielten aber auch wir unsere Karten in den Händen und nahmen unsere Plätze ein. Aufgrund des Andrangs begann das Spiel erfreulicherweise mit Verspätung, so dass wir noch nicht einmal etwas verpassten.
Es wurde eine muntere Partie mit einem ziemlich verwirrten Schiedsrichtergespann, was dazu führte, dass wir eine große Auswahl an ungarischen Flüchen und Schimpfwörtern um die Ohren bekamen. Ferencvaros spielte sich eine Menge 110%er Chancen heraus, konnte aber keine davon verwerten. Im Gegensatz zum vorherigen Spiel konnten die harmlosen Gäste hier jedoch kein Tor erzielen. So blieb es beim 0:0, welches für den Gast aus dem Tabellenkeller einen wirklich glücklichen Punktgewinn bedeutete.
Eine amüsante Sache am Rande: In Ungarn scheint es sich ungeheurer Beliebtheit zu erfreuen, das ganze Spiel damit zu verbringen, Unmengen von Pistazien-Kernen und anderem Knabberkram zu vertilgen. Nach Spielende konnte man anhand der Berge von Hülsen genau sehen, welcher Sitzplatz auf der Tribüne besetzt war und welcher nicht. Nach dem Spiel begaben wir uns zügig in die Metro, wo ein abschließendes Highlight anstand: Wir hatten genau den Wagon mit dem Hardcore-Mob erwischt. Neben einer schönen Wippe, welche dank der Federung der U-Bahn wirklich schön funktionierte, bekamen wir noch mal eine schöne Auswahl von Gesängen zu hören. Irgendwann begannen die Jungs dann damit, den Wagon Stück für Stück auseinander zunehmen. In Ihrer Ecke waren beim Aussteigen nicht mehr allzu viele Haltestangen und -Griffe an der Stelle, wo sie eigentlich hingehörten. Wir fuhren wie an den beiden vorherigen Abenden in "unseren Pub" am Moskauer Platz und ließen den Tag ausklingen.
Am Sonntag ging es dann in 15 Stunden wieder zurück in die Löwenstadt. Die Rückfahrt gestaltete sich noch strapaziöser als die Hinfahrt, aber irgendwie haben wir auch das überstanden. Unter Strich war es aber eine grandiose Fahrt mit zwei unterhaltsamen Spielen und zwei umso schöneren Tagen in einer sehr sehenswerten Stadt!