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England - Schweiz 3:0 (1:0) | 17.06.2004 Drucken

EURO 2004 Vorrunde / Estádio Cidade de Coimbra (28.214 Zuschauer)

Heute hieß es Abschied nehmen von Porto, wo wir mit den Partien Deutschland - Niederlande und Griechenland - Spanien zwei unterhaltsame Spiele dieser Europameisterschaft verfolgen konnten. Unsere Reiseplanung sah als nächstes Etappenziel Coimbra vor, wo an diesem Tag die Engländer auf die Schweiz treffen sollten. Wieder einmal fanden wir einen guten Parkplatz in Stadionnähe und begaben uns bei wieder einmal mörderischen Temperaturen relativ schnell an bzw. ins Stadion. Schon im Umfeld wurde deutlich, dass die Engländer in der Überzahl sein würden. Schon jetzt sah man etliche tätowierte Biermonster und die Vorfreude auf die berühmten Gesänge des stimmgewaltigen englischen Anhangs stieg. Leider hatten wir für das Spiel das wohl hässlichste und überflüssigste EM-Stadion erwischt. Einen Tag nach dem Besuch im engen Estadio do Bessa in Porto schien einem das Spielfeld in diesem sehr weitläufigen Leichtathletik-Stadion schier unendlich weit weg. Immerhin hatte der englische Mob die überdachten Plätze, während die Eidgenossen in der Hitze gebraten wurden. Ein weiteres Mal auf dieser Reise trafen wir auch hier vor Spielbeginn noch einmal die Teamchefs aus Braunschweig.
Das Spiel wurde klar von den Engländern dominiert, auch wenn die Schweizer ein paar Chancen hatten. Auch in dieser Partie schafften es unsere Nachbarn, sich durch gelb-rot um einen Spieler zu reduzieren. Da sollte man mal dran arbeiten. Ansonsten war alles wie erhofft: Die Gesänge der Engländer waren einfach beeindruckend und schafften es immer wieder, einem bei über 30 Grad kalte Schauer über den Rücken wandern zu lassen. Die Schweizer hatten mit ihrem "Hopp Schwiiz" natürlich noch weniger entgegenzusetzen als wie schon gegen die Kroaten. Interessant war zu beobachten, dass die berühmte britische Disziplin auch hier im Stadion zur Anwendung kam. An den Getränkeständen wurde sich fein säuberlich in einer Reihe angestellt. Respekt!
NNach dem Spiel fuhren wir gleich weiter nach Braga, dem nördlichsten der EM-Spielorte. Nach einer ungewollten Stadtumrundung war dann gegen 22h auch der örtliche Campingplatz gefunden und wir fanden gerade so noch einen Platz für unseren Trecker. Nach einer von Holgi zubereiteten Nudelspezialität und 2 Bieren fand man sich dann auch schnell im Reich der Träume wieder. Daran konnte die lautstarke dänische Party-Übermacht nichts ändern, die den Campingplatz fest eingenommen hatte. Die Jungs freuten sich sicher genauso viel auf das Spiel Dänemark - Bulgarien wie wir.

 
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