Übersicht arrow Groundhopping intern. arrow Niederlande arrow PSV Eindhoven - FC Groningen 3:0 (2:0) | 02.10.2004
PSV Eindhoven - FC Groningen 3:0 (2:0) | 02.10.2004 Drucken

Casino Eredivisie Niederlande /  Philips Stadion Eindhoven (30.500 Zuschauer)

Nach dem grandios schlechten Kick unserer Eintracht beim Wuppertaler SV gelangten wir in 1 1/2 Stunden problemlos nach Eindhoven, wo wir einen Steinwurf vom Philips Stadion entfernt einen Spitzenparkplatz ergattern konnten. Die zuvor telefonisch reservierten Karten lagen auch bereit und so schlugen wir die Zeit bis zum Anpfiff bei einem Bierchen in einem nahe gelegenen Einkaufszentrum tot.

Gegen 19h betraten wir dann die Arena, welche nach diversen Umbauten von außen wie auch von innen einen wirklich schicken Eindruck macht. Lediglich die vielen Logen trüben das Gesamtbild ein wenig. Namensgeber Philips ließ sich offensichtlich auf nicht lumpen und spendierte gleich vier Videowände. Auch die PA-Anlage scheint auf dem neuesten Stand der Technik zu sein, was man den Besuchern durch eine ohrenbetäubende Dauerbeschallung zu beweisen versucht. Ein Iron Maiden-Konzert kann kaum lauter sein. Ein Nachteil des Stadions ist sicherlich, dass es sich um einen reinen Allseater handelt. Der Heimpöbel versammelte sich im Unterrang einer Kurve und verbrachte das Spiel natürlich stehenderweise.

Die heutige Begegnung zwischen dem Spitzenreiter Eindhoven und dem Tabellenfünfzehnten aus Groningen war nicht nur auf dem Papier eine klare Sache. Bezeichnenderweise brachten die Gäste den PSV schon früh durch ein Eigentor in Führung. Bis auf einige Konter, die letztlich im nichts verpufften, war von Groningen nicht viel zu sehen. Der PSV tat auch nicht mehr als nötig und legte bis zur Pause noch einen Treffer nach. Nach den Toren war es besonders schön anzusehen, wie diverse Heimfans auf den Jurassic Park-würdigen Schutzzaun (er stand entgegen ersten Vermutungen doch nicht unter Strom) sprangen und fröhlich zum Takt der Tormusik mitwippten. Was machten die Ordner? Sie sahen sich das eine Minute an, und baten dann freundlich darum, wieder auf die Plätze zu gehen. Es geht also auch anders!

Im 2. Spielabschnitt fiel noch das 3:0, und es hätten ein oder zwei Treffer mehr fallen können, wenn der PSV seine Chancen besser genutzt hätte. Auf den Rängen hingegen kam es hingegen noch zu einem netten Schauspiel: In einem der großen Eckblöcke befand sich eine Art Familienblock, der offensichtlich fast ausschließlich Kindern besetzt war, welche noch nicht mal im Stimmbruchalter befanden. Diese zählten lautstark nicht nur diverse Male eine LaOla an, nein, es kam sogar noch zu Wechselgesängen zwischen den Kindern und dem restlichen erwachsenen Heim-Mob. Nachwuchssorgen muss sich die PSV-Fanszene wirklich nicht machen. Da wächst was großes heran....

Am Ende blieb es beim 3:0 und wir machten uns auf den Weg zurück in die Löwenstadt, wo wir gegen halb 3 wieder aufschlugen.

 
< zurück