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Rot-Weiß-Erfurt - LR Ahlen 1:1 (0:0) | 24.09.2004 Drucken

2. Bundesliga / Steigerwaldstadion Erfurt (8.427 Zuschauer)

Heute stand ein Ausflug nach Erfurt an, und so sammelte ich gegen halb 3 Basti und Holgi ein. Letzterer brachte nicht nur hervorragenden Proviant mit, sonder erklärte sich auch bereit, meinen Boliden gen Thüringen zu steuern. So konnte das Wochenende gleich mit einem Feierabendbierchen eingeläutet werden. Die Anreise gestaltete sich für die Entfernung als relativ langwierig, da man die Hälfte der Strecke auf Bundesstraßen zurücklegen musste. Dennoch erreichten wir gegen 18h das Ziel und konnten eine Parkplatz an der "Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle" in Stadionnähe ergattern.

Das Kaufen der Karten erwies sich als Geduldsspiel, denn Tickets wurden an der Tribüne nur im Fantreff der Erfurter verkauft. Das lief alles ein wenig chaotisch ab, gab uns aber die Chance den gelungenen Fantreff in Ruhe zu bewundern. Auf dem Weg zum Eingang hatten wir noch das Vergnügen, einen Erfurt dabei zu beobachten, wie er zur Belustigung der Umstehenden ein Riesen-Plakat auf den Bürgersteig kotzte. Mahlzeit!

Dann ging es ab in die Heimkurve, wo wir uns abseits des Mobs ein ruhigeres Plätzchen suchten. Die Bierpreise waren äußerst human, und ließen einen mal wieder darüber nachgrübeln, warum das Bier bei uns im Stadion so unverschämt teuer ist. Das Nacken im Brötchen und die Wurst waren lt. Aussage meiner Mitfahrer im Bestnoten-Bereich.

In der ersten Halbzeit gab es gleich am Anfang einen Aufreger, als die Gastgeber 2x hintereinander nur das Gebälk trafen. Danach passierte nicht mehr allzu viel, was sich auch negativ auf die Stimmung auswirkte. Allerdings ist es auch schwer, in diesem weiten Rund in Wallung zu kommen, Ich glaube, so absurd weit ist man noch nicht einmal im Münchner Olympiastadion vom Spielfeld weg. Nach der Pause besserte sich die Stimmung jedoch deutlich und gipfelte in einem Wechselgesang zwischen Tribüne und Mob. In der 58. Minute ging Erfurt dann in Führung, worüber die Einheimischen nicht lange jubeln konnten, da die Kosmetiker aus Ahlen nur 4 Minuten später ausglichen. Den "Torjubel" im Ahlener Fanblock nutzen wir dann, um die Stärke des Auswärtsmobs festzustellen. Mehr als 5 waren wohl nicht mitgefahren. Eine einstellige Auswärtsfahrerzahl in der 2. Liga. Unfassbar!

Nach dem Abpfiff kämpften wir uns durch den leichten Abreisestau und wählten für die Rückfahrt die Harz-Route. Hier bekam man bei dichtem Regen schon mal einen schönen Vorgeschmack auf das Wetter der nächsten Monate. Gegen Mitternacht waren wir dann schließlich wieder in der Heimat.

 
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