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SV 1919 Grimma - VfB Pößneck 2:3 (1:0) | 06.11.2005 Drucken

Oberliga Nordost-Süd / Stadion der Freundschaft, Grimma (252 Zuschauer)

Da die Eintracht erst am Montagabend in Aachen ran musste, konnte der Sonntag mal wieder für einen Abstecher in die Oberliga-Nordost genutzt werden. Der Löwenlümmel stellte sich als Fahrer und seinen neuen Boliden als Transportmittel zu Verfügung. Als Reiseziel wurde das Abstiegsduell zwischen dem  Grimma und Pößneck auserkoren. Bei bestem Wetter ging es über leere Autobahnen gelangten wir zügig ins Muldetal, auch wenn das Navigationssystem uns unbedingt nach Wurzen leiten wollte. Eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn enterten wir den Ground, welcher schick anzusehen war. Neben einer kleinen überdachten Sitztribüne bietet das Stadion auf der Gegenseite einen imposanten Stehplatzwall, von dem aus man eine sehr gute Sicht auf das Geschehen hat. An der einzigen Wustbude wurden dann zu äußerst humanen Preisen erstmal ein paar sehr empfehlenswerte Roster weggefuddert. Auf „Glare“ und „Gümmerling“ verzichteten wir dann aber alle geschlossen.
Sportlich sollte man nach der Papierform heute nicht viel erwarten dürfen, denn es empfing der Tabellenzwölfte den Vierzehnten. Aber es entwickelte sich dann doch ein recht ansehlicher Kick, der durch den unterhalb von uns stehenden Rentnerpöbel noch sehr erheiternd kommentiert wurde. Mit einer knappen Führung gingen die Gastgeber dann in die Kabine, um sich kurz nach dem Wiederanpfiff den Ausgleich einzufangen. Nur wenige Minuten später legte Grimma wieder, was jedoch dem Torwart nicht zu gefallen schien und er eine  Abstoß in einen astreinen Assist verwandelte. Die Gäste wollten nach diesem geschenkten Ausgleich dann noch mehr und wechselten sogar Gerd Müller ein, welcher aber im Gegensatz zu seinem berühmten Namensvetter eine Position in der Abwehr einnahm. Aber seine Mitspieler schafften auch so den Siegtreffer, wobei die Abwehr des SV Grimma durch ein völlig konfuses Umherstolpern im Strafraum nicht ganz unbeteiligt war. Nun wurde es richtig hektisch. Der Pöbel beleidigte den Co-Trainer von Grimma (er vertrat den erkrankten Cheftrainer), und er wiederum beschimpfte das Publikum, weil es denn ins Aus gebolzten Ball für einen Einwurf nicht schnell genug zurückwarf.
Kurz vor Schluss wurden Grimma noch durch eine verdiente Gelbrote Karte geschwächt, woraufhin die Zuschauer den Schuldigen für die kurz darauf feststehende Heimpleite gefunden hatten: den Schiedsrichter. Aber der gute Mann konnte nun wirklich nichts dafür. Von zwei schlechten Mannschaften war Grimma heute die noch schlechtere Truppe gewesen.

 
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