1. FC Saarbrücken - Eintracht Braunschweig 0:3 (0:0) | 31.07.2010
2. Spieltag / 3. Liga / Ludwigparkstadion (7.294 Zuschauer)
Die Löwen waren mit dem 2:1-Auftaktsieg gegen Dynamo im heimischen Eintrachtstadion gut aus den Startlöchern gekommen. Zum ersten Auswärtsspiel der Saison wurden die Löwen heute im Saarbrücker Ludwigsparkstadion vorstellig. Für den FCS war die Heimpremiere in der 3. Liga sicherlich etwas besonderes, schließlich war man nach 3 Abstiegen in Folge zwischenzeitlich nur noch fünftklassig gewesen. Im letzten Jahr gelang dem FCS als Aufsteiger aus der Oberliga Südwest der Durchmarsch, als man völlig überraschend Meister der Regionalliga West wurde. Ein wahres Kunststück, schließlich scheitern Jahr für Jahr andere namhafte Vereine an dem verzweifelten Versuch, den einen verfügbaren Aufstiegsplatz in ihrer Staffel zu erklimmen. Zum Auftakt hatten die Saarländer in bei Aufstiegsaspirant Offenbach mit 0:2 verloren und auch gegen den Aufstiegsfavoriten Eintracht wäre eine Niederlage als Aufsteiger sicherlich keine Schande. Vor dem Spiel gab es noch ein interessantes Gespräch mit Saarbrücker Fans, welche sich über den Zustand ihres Stadions beklagten und berichteten, dass ihnen das neue Stadion in Hoppenheim sehr gefällt. Wir sagten ihnen, sie sollen sich lieber freuen, dass sie noch ein unverwechselbares Stadion ihr eigen nennen dürfen, welches man im TV auch sofort erkennt, wo hingegen die Neubauten mittlerweile fast nur noch an der Bandenwerbung zu unterscheiden wären. Alleine schon die Benutzung des Wortes „Stadion“ anstelle von „Arena“ im Namen ist ja heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Das Stadion ist sicherlich in die Jahre gekommen, aber dafür bietet es sogar noch Gästestehplätze an der Geraden, was heute sicherlich nicht mehr allzu häufig vorkommt. Der Block war trotz der weiten Anreise gut gefüllt, immerhin hatten sich diesmal sogar 3 Busse auf den Weg gemacht und der Vereinsbus war sogar ausverkauft, was in der Vergangenheit nicht sehr häufig vorkam. Im ersten Durhgang hielten die Gastgeber gut dagegen und gestalteten die Partie relativ offen. Der Halbzeitstand lautete leistungsgerecht 0:0. Nach dem Seitenwechsel Hatten die Saarbrücker zunächst etwas mehr Spielanteile. Mitten hinein in diese kleine Drangphase knallte dann Dogan einen wunderschön gezirkelten Freistoß aus gut 25 Metern unhaltbar in die Maschen („Viel zu weit, der trifft nie im Leben!“) So kann man sich täuschen. Danach nahm Eintracht dann das Zepter komplett in die Hand und erarbeitete sich noch weitere Chance, von denen zwei schließlich noch durch Vrancic in Tore umgemünzt wurden. Die Vorarbeit ging beim 2:0 auf das Konto von Bellarabi und und beim 3:0 war Neuzugang Fetsch der Vorlagengeber. Insgesamt geht der Sieg in Ordnung, wenn er vielleicht auch etwas hoch ausfällt. Das Auftreten von Eintracht ist schon fast ein wenig beängstigend, das man nur das nötigste tat und das Spiel am Ende souverän nach Hause schaukelte. Im Vorjahr gab es einige Spiele (in Offenbach und Haching), in denen es genau anders herum lief und die Eintracht ordentliche Klatschen gegen keinesfalls übermächtige Gegner kassierte. Als Befürworter des vom Verein eingeschlagenen Sparkurses und das heranziehen von Nachwuchsspielern habe ich der Truppe einen guten Start gewünscht, damit auch die ewiggestrigen Stadiongänger, die immer noch was von „namhaften“ Verpflichtungen und „mal Geld in die Hand nehmen“ fantasieren, gleich am Anfang das Maul gestopft bekommen. Jetzt muss am Dienstag gegen die Söldnertruppe aus Sandhausen noch ein Dreier nachgelegt werden und perfekt ist einer der besten Saisonstarts seit einer Ewigkeit. Zwei Siege am Stück gab es zuletzt übrigens in der Saison 99/00.