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Fortuna Düsseldorf - Eintracht Braunschweig 2:1 (1:1) | 21.11.2008 Drucken
16. Spieltag / 3. Liga / LTU-Arena Düsseldorf (13.881 Zuschauer)

Fast genau ein Jahr nach dem letzten Auftritt in Düsseldorf mussten die Löwen erneut in die die Altbierstadt reisen. Wie (fast) immer diese Saison fand auch dieses Auswärtsspiel nicht auf einem Samstag statt, sondern an einem Freitagabend. Mit dem BTSV kann man es ja offenbar machen.  

Trotz einer aus Skandinavien heran rückenden Kaltfront und unzähliger Unwetterwarnungen nervöser Meteorologen verlief die Anreise relativ problemlos. Von den im Radio verkündeten Orkanböen und Schneestürmen bekamen wir herzlich wenig mit. Lediglich der Parkplatz am Rheinstadion glich einem Sumpfgebiet. Über das hässliche Stadion, welches sich heute Abend in eine Turnhalle verwandelte, habe ich mich schon bei meinen letzten beiden Besuchen zu genüge ausgelassen. Man hat vor dem Blockeingang immer noch mehr das Gefühl, in einem Cinemaxx zu stehen, als unter einer Tribüne in einem Fußballstadion.
Eintracht hatte zuvor in den letzten 5 Spielen nur 2 Punkte ergattert, wobei der Abstand zum Tabellenkeller dank der dort vertretenen noch schlechteren Mannschaften kaum kleiner geworden war. Die geringe Hoffnung auf einen Punktgewinn in der Fremde bekam wenige Minuten nach Anpfiff durch einen Schnitzer von Brinkmann und dem daraus resultierenden Führungstreffer für die Fortuna einen ziemlich herben Dämpfer. Erfreulicherweise fiel die Eintracht nun nicht gleich auseinander und spielte weiter munter mit, wobei leider nur wenige Torchancen heraussprangen. Kurz vor der Pause erzielte dann Fuchs mit einer 40-Meter-Bombe Marke „Tor des Monats/ Sonntagsschuss“ den verdienten Ausgleich. Somit begann das Spiel nach der Pause wieder von vorn.
Doch fast direkt nach Anpfiff gab es wieder einen Riesenschnitzer, diesmal durch Lenze, der mit einem katastrophalen Fehlpass das 2:1 für die Fortunen einleitete. Pfitzner hatte kurz danach noch den Ausgleich auf dem Fuß, aber es reichte am Ende mal wieder nicht. Mit zwei individuellen Fehlern hatte sich der BTSV heute mal wieder selbst geschlagen. Das erschreckende an dem Spiel war, dass Düsseldorf insgesamt technisch sicherlich ein wenig besser war, aber insgesamt nicht überragend gespielt hat. Ähnlich war es beim Spiel in Paderborn, wo der SC auch keinen Spitzenfußball geboten hatte. Aber trotzdem stehen diese beiden Mannschaften ganz oben in der Tabelle. Dies liegt sicher auch daran, dass man Fehler des Gegners besser ausnutzt und z.B. Konter erfolgreicher abschließt, während bei der Eintracht das Umschalten zu lange dauert und man es sich durch zu viele Fehlpässe oft genug selbst versaut.
Nach nunmehr sechs sieglosen Spielen trifft Eintracht nun am kommenden Wochenende auf Unterhaching. Gegen die Spielvereinigung muss unbedingt ein Dreier eingefahren werden, bevor im verblendeten und viel zu anspruchsvollen Vereinsumfeld große Unruhe entsteht.
Die Rückfahrt gestaltete durch stellenweise sehr ergiebigen Schneefall als recht abenteuerlich. Ist schon erstaunlich, wenn auf der geschlossenen Schneedecke auf der Überholspur mit 90 Sachen die Sattelschlepper an einem vorüberziehen. Manche Brummifahrer merken offenbar gar nix mehr.
 

 
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