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ETB Schwarz-Weiß Essen - Rot-Weiss Essen 0:1 (0:0) | 19.09.2010 Drucken

NRW-Liga  / 6. Spieltag / Stadion Uhlenkrug (6.800 Zuschauer)

Am heutigen Sonntag sollte das altehrwürdige Stadion Am Uhlenkrug in Essen gekreuzt werden. Welche Partie könnte dafür einen besseren Rahmen bieten als das Stadtderby zwischen ETB Schwarzweiß und RWE?

Mit Robin und dem kleinen Teamchef wurde die 3stündige Hinfahrt sehr kurzweilig verquatscht und das Auto schließlich 10 Minuten Fußweg vom Stadion entfernt abgeparkt. Vor dem Stadion war schon 1 1/2 Stunden vor Spielbeginn schon mächtig was los und angesichts der Rot-Weiss gekleideten Massen zeichnete sich schon ab, dass der RWE hier heute ein zusätzliches Heimspiel haben würde.
Das Stadion wurde leider kürzlich zurückgebaut und die obere Hälfte der Stehränge auf der Gegengeraden in eine Wiese umgewandelt. Schade, denn die Tribüne muss schon beeindruckend ausgesehen haben. Die alte Haupttribüne ist immer noch ein Hingucker, und wenn die Stimme des uralt klingenden Stadionsprechers durch die Lautsprecher knarzt, fühlt man sich fast ein wenig in der Zeit zurück versetzt. Insgesamt fanden heute 6.8000 Zuschauer den Weg an den Uhlenkrug, von denen sicherlich 95% RWE die Daumen drückten. Nicht ohne Grund wurde schon im Vorfeld beschlossen, dass die ETB-Anhänger heute mit ihrem eigenen Gästeblock Vorlieb nehmen mussten. Die hohe Zuschauerzahl war sicherlich drittligawürdig, allerdings konnte sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich auf dem Rasen um ein Spiel der fünften Liga handelt. Nach einer spannungsarmen ersten Halbzeit wurde die Partie in der zweiten Halbzeit etwas munterer und den überlegenen RWElern gelang schließlich der verdiente Führungstreffer. Mit einem Strafstoß hätte man kurz vor dem Ende klare Verhältnisse schaffen könne, der Schuss wurde jedoch pariert. In der Schlussoffensive der Schwarz Weissen verlor die RWE-Hintermannschaft am ende ein wenig die Ordnung und so kam es noch zu ein paar brenzligen Situationen im eigenen Strafraum, die so manchem RWE-Anhänger hörbar den Atem raubten. Am Ende reichte es dann aber doch für den „Auswärtssieg“ und Platz 1 in der Tabelle.
Es ist schon beeindruckend, was für eine große Anzahl von Anhängern RWE nach dem Absturz in die NRW-Liga noch die Treue hält. Gerade aus Braunschweiger Sicht verfolgt man das Geschehen ja doch recht aufmerksam, denn es hat nicht viel gefehlt, und Eintracht hätte eben genau dieses Schicksal ereilen können. Es bleibt zu hoffen, dass RWE möglichst schnell eine Rückkehr in höhere Sphären gelingt.

 
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