Für das erste Länderspiel des Jahres hatte die Mafia den zweimaligen WM-Final-Gegner Argentinien als Gast an den Rhein geladen. Als Schauplatz für diesen weiteren Freundschaftskick sollte die innerhalb kürzester Zeit aus dem Boden gestampfte LTU-Arena dienen, welche an der Stelle des alten Rheinstadions steht.
Den Fahrer machte heute Andreas, der Basti und mich um halb vier einsammelte. Die Anfahrt verlief zur großen Überraschung absolut stressfrei und so erreichten wir schon gegen 18:30h den Messe-Parkplatz im Norden Düsseldorfs.
Ein Blick ins Innere bestätigte die Erwartungen, die ich anhand von Fotos hatte. Viele bunte Sitzschalen ein großer „VIP“-Bereich und jede Menge Logen gemischt in einer 08/15-Bauweise. Einzig das verschließbare Dach ist halt ein wenig anders. Selbiges war komplett geschlossen, und damit sich die südamerikanischen Gäste auch garantiert keine Erkältung holen, war der ganze Laden offensichtlich auch noch geheizt worden. Wenn das die Zukunft des Fußballs sein soll, dann gute Nacht. Dann doch lieber zum x-ten Mal auswärts im unüberdachten Gästeblock richtig nass werden. Vor dem Spiel trafen wir noch Rocky, der mit seinem Bruder angereist war und Uni, welcher gerade aus England eingeflogen kam.
Das Vorprogramm durch den Europapark Rust oder andere Unmöglichkeiten viel diesmal zum Glück wieder flach, was einem leider nicht den DFB-Stadionsprecher ersparte. „Wo sind die Fans der deutschen Nationalmannschaft?“ Ich kann’s nicht mehr hören….
Das Publikum war auch bei diesem Heimspiel wieder sehr gemischt. Bei einigen Leuten hatte man nicht von den Klamotten her den Eindruck, dass sie den Abend vielleicht doch besser im Theater oder der Oper hätten verbringen sollen. Aber das ist ja nun nix Neues, die Auswärtsspiele machen halt mehr Spaß.
Das Spiel war sehr flott und bot einen hohen Unterhaltungswert. Die Stimmung in der „tollen Arena“ war besonders zu Anfang ganz nett, wobei die kostenlos verteilten Deutschland-Fähnchen das ganze optisch nett untermalten. Die Fahnen wurden natürlich nur auf den 3 im TV zu sehenden Tribünen verteilt. Köstlich!
In der zweiten Halbzeit und vor allem nach dem erneuten Ausgleich wurde es dann aber sehr, sehr still und man hätte diem berühmte Stecknadel fallen gehört. Ein Großteil der Zuschauer zog es dann auch lieber vor, sich schon mal auf den Heimweg zu machen.
Wir warteten noch den Schlusspfiff ab, ehe es vom Treffpunkt aus wieder zum Wagen ging. Entgegen aller Befürchtungen hielt sich das Abreisechaos in Grenzen und wir waren gegen halb 12 auf der Bahn. Andreas schien auch nach Hause zu wollen, und so gab er ordentlich Gas, was zur Folge hatte, dass wir schon um kurz nach 2 wieder zu Hause waren.