19. Spieltag / Regionalliga Nord / Stadion Rote Erde Dortmund (1.511 Zuschauer)
Der letzte Spieltag der Hinrunde führte die Eintracht zur Zweitvertretung des BVB nach Dortmund. Erfreulicherweise wurde die Partie nicht wie üblich im Westfalenstadion sondern im altehrwürdigen Stadion „Rote Erde“ angesetzt. Das war aber auch schon das Erfreulichste an diesem Spieltag. Die Anreise erfolgte heute mal nicht im Ballerbus sondern per PKW, da es anschließend noch nach Bochum weitergehen sollte. Nachdem auch der vierte Mitfahrer endlich wach und im Fahrzeug war, ging es zügig gen Pott, wir gegen 13h das Auto an den Westfalenhallen abstellten. Schon lange war ein Besuch der Roten Erde geplant gewesen, doch erst heute klappte es endlich und dann auch noch mit der Eintracht. Was will man mehr? Nun ja, z.B. mal eine vernünftig aufspielende Eintracht. Die acht aufeinander folgenden Spiele ohne Niederlage scheinen doch nur ein verlängertes Strohfeuer gewesen zu sein. Was die Truppe heute mal wieder an „Leistung“ bot, spottet leider jeder Beschreibung. Zwar war man die bessere Mannschaft (von zwei Blinden diejenige mit einem Stock), aber auch gegen die desolaten Dortmunder reichte es mal wieder nicht. Diese machten aus einer halben Chance ein Tor und ließen den zahlreich aufgelaufenen schwarzgelben Anhang (die Profis spielten erst Sonntag) jubeln. Ein Aufbäumen bei Eintracht gab es nicht, es wurde weiterhin hilf- und planlos nach vorne gebolzt und auch an Fehlpässen wurde mal wieder nicht gespart. Dem Anhang war der Spaß am Singen gründlich verhagelt, einige feierten sich selbst, andere verloren sich mit bitterer Ironie in düsteren Zukunftsvisionen. Gegen Spielende wurde es noch mal laut und mit Evergreens wie „Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot“ und „Absteiger“ wurde noch mal deutlich gezeigt, was große Teile des Anhangs von der derzeitigen Leistung und Situation halten. Eines wurde heute klar. Noch 2 solche Spiele vor der Winterpause und man kann den Laden prinzipiell dichtmachen. Mein Vorschlag wäre eine Abmeldung vom Spielbetrieb, dann kann man sich wenigstens die Fahrerei sparen. Ein Abstieg in die vierte Liga wäre in meinen Augen ziemlich final, denn angesichts von nur einem Aufstiegsplatz und der zu erwartenden Konkurrenz wird man dort wahrscheinlich für immer bleiben. Vor einem Jahr dachten viele noch „schlimmer kann es nicht werden“. Doch, kann es!