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TSG Neustrelitz - TSV Völpke 2:1 n.V. (0:0, 0:1) | 07.06.2006 Drucken

Oberliga Nordost Relegation / Parkstadion Neustrelitz (1.050 Zuschauer)

Da die deutsche Fußballmafia dieses Jahr gnädigerweise beiden Staffelsiegern der Oberliga-Nordost den Aufstieg in die Regionalliga gewährte und es nur einen Nordost-Absteiger aus selbiger gab, wurde ein zusätzlicher Platz für die kommende Saison frei. Dieser sollte in 2 Relegationsspielen zwischen den beiden drittletzten Mannschaften der Oberligen ausgespielt werden, der TSG Neustrelitz und dem TSV Völpke. Das Hinspiel in Sachsen-Anhalt gewannen die Mecklenburger durch einen umstrittenen Strafstoß mit 1:0. Unser Völpke-Experte Herrn Mehner suchte für das Rückspiel noch dringend fahrtkostenreduzierende Mitfahrer, woraufhin Basti und ich uns nicht zweimal bitten ließen.
So ging es am Mittwochnachmittag bei feinstem Sommerwetter gen Meck-Pomm. Die Anreise zog sich leider ziemlich in die Länge, da ein Drittel der Strecke über Landstraßen führte. Dazu kam noch eine leidige Umleitung, die uns aber immerhin an gastronomischen Perlen wie dem „Schnitzelparadies“ und „Ralles Brutzelbude“ vorbeiführte.
Nach einer Rundfahrt durch Neustrelitz schlugen wir schließlich am Parkstadion auf und führten als erstes den obligatorischen Roster-Test durch. Leider waren die Resultate nicht wirklich überzeugend. Der Ground an sich liegt – wie der Name erahnen lässt- mitten im Grünen und bietet auf einer Seite eine sehr große unüberdachte Sitztribüne, über der in der Mitte ein Gerüst thront, welches eine Art Ehrenbereich darstellen soll (eine Singing Area war’s jedenfalls nicht!).
Zum Anpfiff gab es noch lange Schlangen an den Kassen, offensichtlich war man von dem starken Zuspruch doch eher überrascht. Die Zuspät-Kommenden entgingen so zumindest dem peinlichen Gelaber des gelackten Stadionsprechers. Zitat Matze: „Der ist mit ‚nem Duplo-Bild von Hildebrandt zum Frisör gegangen und hat gesagt ‚Mach mal genau so’!“ Völpke-Trainer Bennert wurde von dem Kasper erstmal als Betreuer abqualifiziert. Naja, einfach nur peinlich.
Das Spiel gestaltete sich leider auch ziemlich grausam. Es als Grottenkick zu bezeichnen, wäre wirklich sehr untertrieben. Die Gastgeber versuchten den 1:0-Vorpsrung aus dem Hinspiel über die Zeit zu retten und bei den ohne 3 Stammspieler angetretenen Völpkern fehlte irgendwie der letzte Biss oder eine zündende Idee. Allerdings erarbeiteten sie sich ein leichtes optisches Gegengewicht, wofür man sich natürlich nicht viel kaufen konnte. 20 Minuten vor Schluss wurden sie dann aber doch mit einem Kopfballtreffer für ihre Bemühungen belohnt. Nun wurde auch das – abgesehen von dem Iddi mit dem Tarzan-Schrei - bisher nicht sonderlich in Erscheinung getretene Neustrelitzer Publikum wach. Aber anstelle das eigene Team anzufeuern, pöbelten und fluchten die Rentner aus allen Rohren über ihr Team. In der 70 Minute wechselte sich dann der „Betreuer“ der Gäste ein und brachte ein wenig Ruhe ins Spiel und sein Team so in die Verlängerung. So wurde das Gegurke noch mal um 30 Minuten verlängert. Diese liefen aus Gästesicht leider ziemlich unerfreulich. Kurz vor dem Seitenwechsel glich die TSG aus und als Völpke alles auf eine Karte setzte fiel sogar noch der Siegtreffer für die Neustrelitzer, die sich auf ein weiteres Jahr Oberliga freuen durften. Es dürfte bei dieser Mannschaft und dem lahmen Publikum wirklich nur noch ein weiteres Jahr sein.
Mit 30minütiger Verspätung ging es also wieder zurück gen Westen und als wir endlich wieder auf der Autobahn waren zündete der Fahrer neben seiner Schlagersammlung auch den den Nachbrenner, welches die Fahrt enorm verkürzte (Dreieck Werder -> BS-Ost 60 Min!).

 
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