FIFA Confederations Cup 2005 / Waldstadion Frankfurt (46.466 Zuschauer)
Am heutigen Mittwoch stand der erste Auftritt der Nationalmannschaft beim Confederations Cup an, welcher in den Medien ja gerne zur „Mini-WM“ hochstilisiert wird. Eigentlich braucht dieses Turnier ja kein Mensch, aber irgendwie muss man die Sommerpause ja rumkriegen. Mit Basti, Rocky und dem Teamchef ging es gegen 16h in Richtung Mainhattan, wo wir ungefähr 2 Stunden vor Spielbeginn eintrafen. Allerdings verloren wir dann noch eine Stunde im Stau, bis wir endlich auf einem Parkplatz gelandet waren. Also für dieses Verkehrschaos muss man die Note 6 vergeben. Da muss noch einiges verbessert werden. In der Zeitung war dann auch noch zu lesen, dass bei der WM die Zuschauer der Farbe ihrer Tribüne entsprechend auf bestimmte Parkplätze fahren sollen. So einen undurchführbaren Blödsinn können sich echt nur ein paar völlig verblendete Fachidioten in der Verwaltung ausdenken. Die Krönung war allerdings, dass man dann auch noch mit Blaulicht dazu genötigt wurde, eine Gasse für ein paar dahergelaufene Politiker freizumachen. Wirklich eine absolute Frechheit!
Eine halbe Stunde vor dem Spiel waren wir dann auch endlich am Stadion. Die Sicherheitskontrollen waren ziemlich lasch und das Ticket musste auch nicht wirklich oft gezückt werden. Die Kommerzmeile mit diversen unerträglich lauten Beschallungen gab schon einen guten Vorgeschmack auf die WM. Das Stadion selbst macht trotz des wirklich riesigen VIP-Bereichs einen sehr kompakten und insgesamt auch „runden“ Eindruck. Es gibt schlimmere Neubauten…
Zur Qualität der Speisen und Getränke kann ich nichts sagen, da mir die Warteschlangen an den Kiosken definitv zu lang waren. Für 17 Euro hatten wir Spitzenplätze im Oberrang, welche eine hervorragende Sicht aufs Spielfeld boten. Nachdem die peinliche Eröffnungsfeier vorbei war kam erstaunlicherweise 5 Minuten gar nichts über die Lautsprecher, was zur Folge hatte, dass für kurze Zeit richtig Stimmung im ausverkauften Rund aufkommen konnte (gemessen an anderen Heimländerspielen).
Der Kick war äußerst unterhaltsam und unsere Bundestrainer hatten die Australier nicht grundlos „stark geredet“. Die Aussies boten eine engagierte Leistung und mussten sich am Ende aber trotz ihrer 3 Treffer geschlagen geben. Letztlich war es ein unterhaltsamer Kick mit 7 Treffern. Was will man mehr? Wirklich negativ störten an diesem Abend am Ende nur die peinlichen Fangesänge der Frankfurter Eintracht-Fans. „Nie mehr 2. Liga“ hat bei einem Länderspiel nun wirklich nichts zu suchen.
Auf dem Rückweg machten wir noch kurz Rast bei Burger King und waren gegen halb vier wieder in Braunschweig, wo wir den Teamchef gleich am Bahnhof absetzten, denn es sollte gleich nach Kenia weitergehen.