Für den letzten Samstag vor Weihnachten und den dann endgültigen beginn des deutschen Fußballwinters hatten sich Rocky, Wölfchen, Holgi und ich uns für das Nachholspiel in der Oberliga-Nordost entschieden. Rocky machte den Fahrer und relativ schnell erreichten wir in 2 Stunden das am Berliner Ring gelegene Ludwigsfelde. Das Waldstadion (wie viele gibt’s davon eigentlich…) liegt seinem Namen entsprechend eingebettet im Grünen, wenngleich davon natürlich Mitte Dezember bei eisigen Temperaturen nicht viel zu sehen war. Als Eintrittskarte erhielt man leider nur eine schnöde Abrisskarte von der Rolle. Dafür wusste das Programmheft zu erheitern, da man sich hier beim Aufdrucken des Nachholspieltermins wohl nicht ganz sicher war (was hätte eigentlich gegen den 28.12. gesprochen?). Das Stadion ist ziemlich heruntergekommen und versprüht daher aber einen gewissen Charme, den man in so manchen Neubau vergeblich suchen wird. Nachdem wir den etwas baufällig wirkenden Sprecherturm begutachtet hatten gönnten wir uns eine recht gute Bratwurst und stellten uns auf die Haupttribüne, die eigentlich eine Sitzplatztribüne ist. Aber bei den Temperaturen wollten nicht wirklich viele Besucher sitzen.
Mit der heutigen Paarung hatten wir für diesen Ground sicherlich ein gutes Spiel erwischt, ging es doch schließlich gegen den großen Nachbarn aus Babelsberg, der vor 3 Jahren ja sogar noch in der 2. Bundesliga kickte. Entsprechen ansehlich war dann auch der mitgereiste Mob der Filmstädter, welcher auch gleich eine stattliche Polizeipräsenz mit sich brachte. Mit einem Sieg hätte man heute die Hansa-Amateure auf den zweiten Platz verweisen können. Der Stadionsprecher hatte einen ausgesuchten Musikgeschmack und verwöhnte uns mit einer akustischen Reise durch die 80er Jahre. Auch der CC Catch Megamix wusste wieder zu begeistern, hatte er uns doch schon auf mancher Tour begleitet. Das Spiel war leider nicht so der Knaller. Die in der Saison noch ungeschlagenen Babelsberger waren zwar irgendwie einen Tuck besser, schafften es aber anfangs nicht, sich durchzusetzen. Gesangstechnisch waren aber klar die Anhänger der Gäste überlegen.
Nach der Pause drehten die Gäste aber merklich auf und es war eigentlich nur noch eine Frage der Zeit bis die 1:0-Führung fiel. Irgendwie ging nach dem Tor ein wenig die Konzentration flöten und man ließ die LFCler wieder ins Spiel kommen. Die dankten dies auch sehr schnell mit dem Ausgleichstreffer durch einen Freistoß. Dabei blieb es dann auch bis zum Schluss und man muss auf Babelsberger Seite sicherlich von 2 verlorenen Punkten reden.
Für uns ging es wieder Richtung Westen, wobei uns auch ein fieser Schneesturm nicht von einer sicheren Rückkehr abhalten konnte.