29. Spieltag / Regionalliga Nord / Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark Berlin (2083 Zuschauer)
Für den heutigen Ausflug an die Kieler Förde hatte sich Basti als Fahrer angeboten und so machten wir mit Warni, Rocky und Andreas einen auf Sardinenbüchse, was angesichts der unverschämten Spritpreise nicht unklug war. Die Anreise gestaltete sich recht unkompliziert und knapp 2 Stunden vor Anpfiff stellte unser Fahrer seinen Boliden in unmittelbarer Nähe zum Holstein-Stadion ab. Er und Rocky entschwanden dann auch schnell in Richtung Stadion um ihre diverse Fahnen aufzuhängen. Das verbliebene Trio konsumierte noch das eine oder andere Bierchen und betrachtete erstaunt das aufmarschierte Polizeiaufgebot. Man hatte fast den Eindruck als stünde für jeden angereisten Braunschweiger ein persönlicher Ordnungshüter zur Verfügung. Kurz vor Anpfiff enterten wir dann auch das Stadion, in dessen Umfeld einiges saniert wurde. Das Innere bot aber immer noch den gleichen jämmerlichen Anblick wie in den Jahren zuvor. Lediglich das kulinarische Angebot wurde ausgebaut. Ich persönlich beließ es zwar nur beim feilgebotenen Leichtbier, aber Augezeugenberichten nach sollen die riesigen Keulen hervorragend geschmeckt haben. Eignen sich bestimmt auch gut zu werfen. Weiter als ein Feuerzeug fliegen die bestimmt allemal.
Kurzum, es war also alles gerichtet für einen schönen Tag, zumal sich das Wetter erneut von seiner frühlingshaften Seite zeigte und wir in Kiel in den letzten Jahren immer ganz gut aussahen. Aber leider wollten unsere blaugelben Helden ihren Teil für einen gelungenen Fußballnachmittag nicht beitragen. Fanden Sie in der ersten Halbzeit nie richtig ins Spiel, so waren sie im zweiten Abschnitt offensichtlich mental in der Kabine geblieben. Die Folge waren drei Gegentore und das bedeutete die höchste Niederlage in der laufenden Saison.
Das war natürlich mehr als deprimierend, zumal man den Vorsprung auf den dritten Tabellenplatz auf 6 Punkte hätte ausbauen können, zumal die letzten 3 Auswärtsaufgaben wahrlich kein Zuckerschlecken werden dürften. Aber was hilft alles Jammern, letztlich haben wir es immer noch selbst in der Hand. Das sollten die „Optimisten“, die sich jetzt schon über bereits gekaufte Karten für das Spiel in Paderborn ärgern, vielleicht auch mal bedenken!
Basti brachte uns schnell zurück nach BS, wo sich Warni und Rocky noch in eine einschlägig bekannte Kneipe am Bohlweg begaben. Ich zog mein Sofa vor, um am nächsten Tag fit für das Spiel der Zwoten in Ölper zu sein.