Übersicht arrow Groundhopping in D arrow Bayern arrow SV Wacker Burghausen - Eintracht Braunschweig 1:1 (0:1) | 16.11.2006
SV Wacker Burghausen - Eintracht Braunschweig 1:1 (0:1) | 16.11.2006 Drucken

14. Spieltag / 2. Bundesliga / Wacker-Arena, Burghausen (5.050 Zuschauer)

Für die weiteste Auswärtsfahrt des Jahres nach Oberbayern hieß es heute früh aufstehen. Um 4:20 war die viel zu kurze Nacht zu Ende. Die Abfahrt von der Shell am Stadion verzögerte sich leider noch um eine halbe Stunde, da eine Hälfte des „Team Zwergenbräu“ erst aus einem Koma erweckt werden musste. Für die Hinfahrt übernahm ich diesmal das Steuer unserer lieb gewonnenen Auswärts-9ers. Ein Teil der Besatzung verbrachte die Hinfahrt schlafend, andere brabbelten nach durchzechter Nacht in einem Schwebezustand diversen Blödsinn. Ab Regensburg wurde es leider immer nebliger und ich grübelte schon sorgenvoll darüber nach, bei welcher Sichtweite ein Spiel abgesagt wird. Aber kurz vor dem Ziel klarte es dann doch wieder deutlich auf und nach 5:45 Stunden erreichten wir den Gästeparkplatz.
Kurzerhand wurde das Tennisheim geentert, in dem wir beim Gastspiel vor 4 Jahren schon mal übelst versackt waren. Dort stärkten wir uns erstmal mit Leberkäs und Graf Ignaz-Pils, während nach und nach immer mehr Braunschweiger eintrudelten.
Kurz vor 14h ging es dann ins Stadion, wo man aufgrund der überschaubaren Anzahl Mitgereister die bekannten Gesichter umso leichter ausfindig machen konnte. Der Gästeblock wurde mittlerweile zum 3. Mal umgebaut und jetzt steht man analog zu den Heimfans auf einer Stahlrohrtribüne unmittelbar am Spielfeld. Nicht jeder Club macht sich so viele Gedanken über das Wohlbefinden der Gästefans, das muss ich hier noch mal anmerken. Überhaupt macht das Stadion mittlerweile einen recht ordentlichen Eindruck. Da hat man schon wesentlich miesere Zweitliga-Stadien gesehen. Das Bier war heute etwas alkoholreduziert, aber das konnte man ja durch Verdopplung des Konsums leicht kompensieren. Zum Einlaufen der Teams wurden heute jede Menge Fahnen geschwenkt, was nicht nur gut aussah, sondern auch gleich die erste Großchance von Wacker verdeckte. So blieb einem der erste Schock erspart. Danach kam die Eintracht gegen keinesfalls schwache Gastgeber immer besser ins Spiel, was kurz vor der Pause in einem Kopfballtor von Siegert gipfelte. ENDLICH! Das erste richtige Auswärtstor der laufenden Saison. Man hatte die Hoffnung ja schon fast aufgegeben. Mit der nicht unverdienten Führung ging es dann auch in die Pause. Danach ließen sich die Blaugelben leider immer weiter einzwängen und nach einer halbherzigen Abwehraktion von Kuru zappelte der Ball unhaltbar für Stuckmann im Netz. Im weiteren Verlauf hätte man sich über ein weiteren Treffer der Bayern nicht beschweren dürfen, aber am Ende reichte es dann doch für den einen Punkt, der in der Gesamtrechnung natürlich viel zu wenig ist und uns kein bisschen weitergebracht hat. Die verlorenen Punkte aus den Spielen der Vasic-Ära fehlen einfach zu sehr.
Die Rückfahrt verlief ähnlich reibungslos wie die Anreise, und neben bayerischen Bierspezialitäten im Sonderangebot gab es noch den obligatorischen Burger-King-Stopp in Sachsen-Anhalt. Um viertel nach 11 war ich wieder zu Hause und fragte mich, warum ich eigentlich für Montag keinen Urlaub eingereicht hatte….

 
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