Übersicht arrow Groundhopping in D arrow Bayern arrow FC Bayern München - 1. FC Nürnberg 3:0 (2:0) | 07.10.2007
FC Bayern München - 1. FC Nürnberg 3:0 (2:0) | 07.10.2007 Drucken

1. Bundesliga / Allianz Arena München (69.000 Zuschauer)

Dieses Jahr habe ich mich dann doch mal dazu durchgerungen und zugunsten eines Wies'n-Besuchs ein Spiel des BTSV geklemmt. Vielleicht sollte ich das öfter tun, denn kaum war ich nicht dabei, gelang in Verl der erste Auswärtssieg seit 18 Monaten. Gefreut habe ich mich natürlich trotzdem und bevor an diesem Wochenende gar kein Ball rollte, nutze ich die Gelegenheit zu einem weiteren Besuch an der Müllkippe im Münchner Norden.
Da Florians Sitznachbar im Urlaub weilte kam ich relativ einfach an eine günstige Karte. Diesmal ging es in den Oberrang der Südtribüne, von wo aus die Sicht trotz der enormen Höhe wirklich nicht übel ist.
Zur Stimmung in der Arroganz Arena bei Bayern-Spielen muss ich hier glaube nicht mehr viel sagen. Erbärmlich wäre als Bewertung für den Heim-Support wirklich noch übertrieben. Diese hängt sicherlich auch zum Teil mit dem andauernden Boykott von aktiven Gruppen aufgrund von willkürlichen Stadionverboten und den anderen "üblichen" Repressalien zusammen. Wenn man sich jedoch das Publikum im Stadion anguckt, wundert man sich auch nicht, dass da sonst nichts von den Rängen kommt. Endlose Massen von besoffenen Bauern, welche mit Bussen aus den hinterletzten Tälern herangekarrt werden und das übliche Event-Publikum, welches das Stadion ab der 75. Minute verlässt, um dem Stau im Parkhaus zu entgehen. Einige Klatschen ja sogar zu den Hassgesängen aus dem Gästeblock mit, weil sie einfach gar nichts mehr merken.
Glücklicherweise war der Gegner heute der Club aus Nürnberg, dessen Mob für seine guten Auswärtsauftritte bekannt ist. Entsprechend wurde der Gästeblock zumindest in der ersten Halbzeit recht anständig gerockt. Diese Heimspielatmosphäre reichte für die Franken allerdings nicht aus, um gegen die gnadenlos überlegenen Bayern den Hauch einer Chance zu haben. Völlig souverän und fast gelangweilt spulte das Starensemble sein Programm ab und ließ nie einen Zweifel am Sieg. Nach dem Spiel verweilten wir noch ein wenig in der Parkhaus-Kneipe, bevor es wieder zurück ins Westend ging.

 
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