FC Augsburg - VfB Stuttgart Am. 2:0 (0:0) | 04.05.2005
Regionalliga Süd / Rosenaustadion, Augsburg (2.700 Zuschauer)
Am diesjährigen „Auffahrtstag“ sollte endlich das Pokalendspiel des Liechtensteinischen Fußballverbandes in Angriff am genommen werden. Glücklicherweise waren für den Mittwochabend einige Nachholspiele in Süddeutschland angesetzt, so dass die Anreise am Vortag noch mehr Sinn machte. Die Wahl fiel schließlich auf die Partie des FC Augsburg gegen die zweite Garnitur des VfB Stuttgart im altehrwürdigen Rosenaustadion. Andreas machte den Fahrer und mit Holgi und mir ging es um halb acht Uhr morgens gen Süden. Nach einem traditionellen und ausgedehnten Frühstück auf einem Parkplatz im Nirgendwo der Kasseler Berge erreichten wir gegen 13 Uhr Fuggerstadt Augsburg.
Nach einer dreistündigen Stadtbesichtigung, bei der natürlich auch die Fuggerei nicht fehlen durfte, kehrten wir in der Marktschenke ein, welche ihrem Namensvetter in Braunschweig in nichts nachstand. Nach diversen Halben Hasenbräu ging es dann zum Stadion, wo wir sogleich die Stadionkneipe aufsuchten. Selbige stellte sich als die Mutter aller Stadionkneipen heraus. Die Ausmaße erinnerten mehr an ein Festzelt als an eine Kneipe. Die Preise waren auch so paradiesisch, dass man die Örtlichkeit gar nicht mehr verlassen wollte. Hier kam man mit einigen älteren Anhängern ins Gespräch, welche von alten Zeiten und großen Plänen für den Fall des Aufstiegs schwärmten. Sogar ein neues Stadion soll her.
Wofür fragt man sich natürlich, denn schließlich fanden am heutigen Abend nur 2.700 Leutchen in die Rosenau. Das Stadion ist natürlich nicht unbedingt der Hammer: Alt, überdimensioniert, weitläufig und größtenteils unüberdacht. Der Anhang des FCA sammelt sich in einem Stehplatzblock auf der Gegengeraden. Der harte Kern ist ziemlich überschaubar und mühte sich, ein wenig Stimmung in das weite Rund zu bekommen. Leider sangen nie mehr als 30 Leute mit. Da muss man dem Anhang der Schwaben Respekt zollen, die mit ca. 25 Mann oft lauter als die Heimfans waren. Das Spiel war in der ersten Halbzeit nicht so besonders aufregend und blieb bis zur Pause torlos. Danach legten die Gastgeber noch eine Schippe nach, denn schließlich galt es Anschluss an die Aufstiegsränge zu finden bevor am Samstag Tabellenführer Offenbach zu gast sein würde. Am Ende reichte es dann doch zu einem verdienten 2:0-Sieg. Aber selbst nach dem 2. Treffer blieb ein Großteil der Zuschauer seltsam unbeteiligt. Stimmungsmäßig war das echt eine Katastrophe.
Nach dem Apfiff fuhren wir noch gut 100km nach Memmingen, wo wir in einem etwas heruntergekommenen Gasthof eincheckten. Nach einigen etwas faden „Memmingern“ ging es schließlich in die Falle, wobei man angesichts der durchgelegenen Betten besser auf dem Boden hätte pennen sollen. Dafür war das Frühstück dann in relativ gut und für 20 Tacken pro Nase konnte man dann doch nicht meckern und so machten wir uns auf den Weg zum Cupfinale im Fürstentum Liechtenstein .