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FC Augsburg - SC Paderborn 07 1:0 (1:0) | 27.08.2010 Drucken
2. Spieltag / 2. Bundesliga / Impuls-Arena Augsburg (14.134 Zuschauer)

Im Rahmen des verlängerten Eintracht-Wochenendes in Bayern stand heute der Besuch in der neuen Augsburger Impuls-Arena auf dem Programm. Die ursprünglich mit dem PKW geplante Anreise wurde zugunsten eines Frühschoppens im Augustiner-Bräustüberl in eine Bahnfahrt mit dem Bayernticket umgewandelt.

Nach einiger Sucherei wurde auch in Augsburg eine gemütliche Lokalität gefunden, in der auch gleich fürstlich getafelt wurde. Nur der dort ausgeschenkte Gerstensaft, laut Kellnerin eine Mischung aus Weissbier und Hellem, wusste nicht so ganz zu überzeugen. Nach einem Abstecher in die vermeintliche Bahnhofskneipe, welche diesem Ruf nicht gerecht wurde, fuhren wir mit der Tram hinaus zur neuen Heimat des FCA. Das Stadion liegt wie viele Neubauten weit draußen am Arsch der Welt und steht auf der „grünen Wiese“. Auf eine Verkleidung der Betonkonstruktion wurde im Gegensatz zu anderen Stadion verzichtet, somit sieht das Stadion von außen betrachtet relativ nüchtern aus. Da wir uns im Heimblock postieren wollten, mussten wir gleich Bekanntschaft mit einer der unsäglichsten Neuerungen des modernen Fußballs machen, einem bargeldlosen Bezahlsystem. Ich hoffe inständig, dass uns so ein Scheiß a la „Löwencard“ im Eintrachtstadion auf immer erspart bleibt.

Das Stadion war heute nur spärlich gefüllt, es sah auf jeden Fall nicht nach den offiziell durchgesagten 14.000 Besuchern aus. Der große Gästeblock in der gegenüberliegenden Ecke war nur spärlich gefüllt, was nicht weiter verwundern sollte, denn für Paderborn interessiert sich ja noch nicht einmal in Paderborn besonders viele Leute. Richtig gut gefüllt war heute nur der Heimstehplatzbereich, welcher sich sich über die gesamte Hintertortribüne erstreckt. So hässlich Lage und Aussehen des Stadions auch sein mögen, die Sichtverhältnisse auf der ziemlich steilen Tribüne sind vom allerfeinsten. Die Stimmung war recht mäßig, stellenweise wurde es auf Augsburger Seite aber recht laut, wenn wirklich mal alle an einem Strang zogen. Einfach war das jedoch nicht, denn zwei unglaublich peinliche Vorsänger mit Beschallungsanlage bemühten sich redlich, den Support zu versauen. Ist schon schlecht, wenn man am Mikro was anderes singt als der Rest vom Block.

Das Spiel blieb lange Zeit torlos, war aber dennoch recht unterhaltsam anzusehen. Die Paderborner wussten dabei immer wieder durch schnelle Konter zu überzeugen. Der FCA hatte mehr Spielanteile, machte es sich aber immer wieder selbst schwer und haderte zu viel mit den vermeintlichen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters. Kurz vor Ende viel dann doch recht unverdient der Siegtreffer für die Gastgeber, der nicht wirklich verdient war. Als neutralem Beobachter konnte einem das aber heute egal sein.

Die Abreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln verlief reibungslos und so konnten wir noch mit dem geplanten Zug zurück nach München fahren, wo der Abend dann im Augustiner an der Landsberger Straße ausklang. Allzu spät wurde es jedoch nicht, da es ja schon am Samstagmorgen nach Regensburg zum nächsten Auftritt der Eintracht gehen sollte.
 
 
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