Am Vortag des Gastspiels der Eintracht beim SC beschloss ich, dem Möslestadion einen Besuch abzustatten, wo die Amateure des SC den FC Emmendingen zum Nachbarschaftsderby empfingen. Nach kurzem Zögern entschloss ich mein Gastgeber Andie dann doch noch dazu mich dorthin zu begleiten. Angesichts der kurzen Nacht kann ein bisschen frische Luft ja schließlich nie schaden. Per S-Bahn und Straßenbahn ging es zur Stadthalle von der aus es noch ungefähr 5 Minuten Fußweg bis zum Möslepark sind. Das Möslestadion ist seit der Übernahme durch den SC Bestandteil der Fußballschule Freiburg. Das auffälligste Merkmal selbiger ist sicherlich das direkt an die alte Tribüne angebaute Jugendinternat, indem die SC-Hoffnungen von (über)morgen untergebracht sind.
Neben der erwähnten sehr imposanten Tribüne bietet das Stadion noch rundherum durchgehende Stehränge, welche natürlich unüberdacht und wahrscheinlich meistens ungenutzt sind. Auch die Insassen der vorbeirauschenden Regionalzüge von und nach Littenweiler können einen guten Blick auf das Spielgeschehen werfen :-)
Bzgl. des gastronomischen Angebots seien an dieser Stelle noch die roten Bratwürste hervorzuheben und die Tatsache, dass es bei den Amateuren im Gegensatz zu den Profis noch heimisches Bier gibt.
Zum Derby gegen den FC aus dem nördlich von Freiburg gelegenen Emmendingen hatten sich gut 300 Zuschauer eingefunden, wovon gut und gerne die Hälfte dem Außenseite zugerechnet werden konnten. Der Außenseiterrolle wurden die Gäste (Tabellen-15.) auch von Anfang an gerecht, denn man merkte schon deutlich, dass der Nachwuchs des SC (4.) wahrscheinlich einige Trainingseinheiten und Taktikschulungen mehr in der Woche macht. Die Freiburger waren sehr ballsicher und trugen einige wirklich schön heraus gespielte Angriffe vor. Aber die Überlegenheit konnte vorerst nicht ausgenutzt werden. Und wie es kommen musste gingen auf einmal die Gäste durch einen äußerst sehenswerten Fallrückzieher von der Strafraumkante in Führung. Der Keeper des SC machte dabei keinen besonders guten Eindruck. Er krönte seine Leistung einige Minuten später mit einer Notbremse und durfte vorzeitig duschen gehen.
In Abschnitt 2. zeigten die Roten trotz nicht anzumerkender Unterzahl dann aber doch recht deutlich, wer der Herr im Haus ist und drehten das Spiel noch in ein 2:1 um, wobei auch ein paar Treffer mehr drin gewesen wären. Ziemlich durchgefroren machten wir uns auf den Heimweg nach Denzlingen, wo man den Abend im roccafé ausklingen ließ.