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SV Wacker Burghausen - Eintracht Braunschweig 0:2 (0:0) | 15.08.2009 Drucken
4. Spieltag / 3. Liga / Wacker-Arena Burghausen (3.250 Zuschauer)

Nach dem Aserbaidschan-Ausflug blieb nicht viel Zeit zum Erholen, denn am Samstag stand mit dem Spiel bei Wacker Burghausen die längste Auswärtsfahrt der Saison auf dem Programm. Um sechs Uhr in der Frühe starteten wir im 7-Sitzer die lange Fahrt nach Oberbayern.
Die Stimmung war verhalten optimistisch, schließlich war die Leistung im letzten Spiel gegen Kiel recht ansprechend gewesen. Außerdem hatten wir in Burghausen in den bisherigen vier Spielen bei zwei Siegen nur einmal verloren. Vor dem Kick wurde mal wieder das Tennisheim aufgesucht, wo man wirklich ausgezeichnet speisen kann. Der Gästeblock war heute leider so leer wie noch nie bei einem der vorhergehenden Auftritte des BTSV. Die etwa 150 Anwesenden sollten ihr Kommen jedenfalls nicht bereuen, auch wenn sie sich bei der Gluthitze auf der Stahlrohrtribüne wie Chicken Wings auf einem Backblech fühlen durften.
Die erste Halbzeit verlief ziemlich ereignisarm, wohingegen der zweite Abschnitt mit einem Paukenschlag negativer Art begann, da Tim Danneberg mit einer Gelbroten-Karte vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Angesichts der Temperaturen und der verbleibenden Spielzeit hoffte man nun eigentlich nur noch, dass das Unentschieden irgendwie gehalten wird. Die Abwehr des BTSV stand jedoch sehr sicher und ließ die ideenlosen Bayern nicht zum Zuge kommen. Stattdessen wurden einige Konter über den King gestartet, der jedoch im Abschluss viel Pech hatte. Da er selbst nicht traf versuchte er sich dann lieber als Vorlagengeber und setzte knapp 10 Minuten vor dem Ende Calamita mit einem Traumpass in Szene. Der Ex-Wacker-Spieler vollendete in bester „Knipser-Manier“ und brachte die Eintracht überraschend in Front. Aufgrund des leeren Gästeblocks fand heute jeder der Willens war einen schönen Jubelplatz auf dem Zaun. Ein herrlicher Anblick!! Doch es war noch nicht Schluss und kurz vor dem Ende versenkte Kruppke noch einen traumhaft geschossenen Freistoß unter dem Lattenkreuz, womit der Zaun heute ein zweites Mal erklommen werden durfte.
Man hatte ja schon fast vergessen, wie schön Auswärtsspiele manchmal sein können! So wurden die 650 km Rückfahrt zu einer gut gelaunten Deutschlandreise. Am kommenden Samstag müssen die Löwen erneut weit fahren, dann geht es zum Jahn Regensburg, wo man aufgrund des Sieges in Burghausen ziemlich befreit und mit breiter Brust auflaufen darf.
Ich freu mich drauf!

 
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