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SSG Halvestorf-Herkendorf - Eintracht Braunschweig 1:5 (1:3) | 09.09.2009 Drucken
NFV-Pokal / Viertelfinale/ Weserberglandstadion Hameln (2.500 Zuschauer)
 
Für das Viertelfinale des diesjährigen Landespokalwettbewerbs hatte die NFV-Satzungskommission dem BTSV den denkbar leichtesten Gegner zugeordnet. Mit der in der siebtklassigen Bezirksliga Hannover beheimateten SSG Halvestorf-Herkendorf war die Qualifikation für das Halbfinale eigentlich nur noch eine reine Formsache.

Aufgrund der erwarteten Zuschauermassen wurde das Spiel nach Hameln verlegt, wo mit dem Weserberglandstadion heute wenigstens noch ein neuer Ground gekreuzt werden konnte. Die Redakteure des heimischen Käseblatts Deister- und Weserzeitung hatten anfangs noch etwas von 1500 Braunschweigern („davon viele gewalttätig“) fantasiert, aber am heutigen Abend fand sich unter den offiziell 2.500 Zuschauern nur ein Bruchteil der erhofften/erwarteten/befürchteten 1500 „Krawallmacher“ ein. Das Spiel war wohl vielen einfach zu uninteressant und stattdessen wurde der parallel in der Seuchenstadt gegen Aserbaidschan spielenden Nationalmannschaft der Vorzug gegeben,
Das Publikum bestand zum einen aus Dorfjugend, die sich redlich mühte, die heimische SSG zu unterstützen, und zum anderen aus sich peinlich aufführenden Baumschülern, die sich nicht zu blöde waren, im Kackstadt-Trikot herumzulaufen. Irgendwann kam die bis dahin vor sich hinschlummernde Polizei auf die Idee, dann doch die bisher völlig fehlende und von niemandem vermisste Fantrennung einzuführen. Nebenbei wurde wegen einer herrenlosen Trommel noch ein Großeinsatz herbeigeredet und so hatten die Polizei-Azubis dann wenigstens noch eine Lappalie, mit der sie einige Seiten in ihren Berichtsheften vollschreiben konnten.
Gespielt wurde auch noch. Die Eintracht führte nach einer Viertelstunde mit 3:0 und gestattete der SSG dann völlig überflüssigerweise den Anschlusstreffer. Damit nicht genug, ließ man die Underdogs sogar immer mehr mitspielen, was angesichts der (finanziellen) Wichtigkeit des Wettbewerbs mehr als unnötig war. Später erhöhte die Eintracht mit zwei schön heraus gespielten Toren dann noch standesgemäß auf 5:1, wonach die meisten Zuschauer sich so langsam auf den Weg zum Länderspielgucken vor ihre Fernseher machten.
Pflichtübung erledigt, im Halbfinale geht es dann zum Endspiel um die DFB-Pokal-Teilnahme an die Bremer Brücke nach Osnabrück. Wahrlich keine leichte Aufgabe, aber sicherlich ein interessanterer Kick als sich irgendwo auf dem Dorf abzumühen.

 
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