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Rot-Weiß Erfurt - Eintracht Braunschweig 2:1 (0:0) | 05.12.2009 Drucken
19. Spieltag / 3. Liga / Steigerwaldstadion (5.423 Zuschauer)

Nach neun Spielen ohne Niederlage reiste der BTSV heute zu Rot-Weiss Erfurt. Nach den zuletzt ziemlich überzeugenden Leistungen war ich mir heute ziemlich sicher, dass wir mindestens einen Punkt vom Steigerwald entführen würden. Aber eigentlich rechnete ich sogar fest mit dem zweiten Auswärtssieg.

Die Temperaturen in Erfurt waren mit „ziemlich frisch“ nur unzureichend beschrieben. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich zuletzt bei einem Spiel so gefroren habe. Gut 500 Löwenfans hatten sich per Entlastungszug oder mit dem Auto über den Harz auf den Weg in die Landeshauptstadt gemacht. Insgesamt fanden etwa 5.500 Zuschauer den Weg ins das äußerst weitläufige Rund, was angesichts von den im Vorfeld erwarteten 8000 Besuchern recht enttäuschend war. Das Spiel war recht ausgeglichen, wenngleich die Gastgeber doch etwas bissiger in die Partie gingen. Zu Halbzeit hieß es nicht nur in Sachen Tore Fehlanzeige, auch in der Getränkebude waren die Biere zur Neige gegangen. Damit kann durchaus mal passieren, wenn man 500 Gästefans völlig überraschend Vollbier feilbietet. Allerdings wurde schnell für Nachschub gesorgt, so dass am Ende wohl niemand verdurstet ist.
Mit dem Beginn der zweiten Halbzeit kam es dann ganz dick für die Eintracht, als der zu weit heraus geeilte Petkovic überrumpelt wurde und die Erfurter mit 1:0 in Führung gingen. Auch wenn unser Keeper sicherlich einen großen Anteil an der Entstehung dieses Treffers hatte, kann ich ihm nicht wirklich böse sein. In den 18 vorhergehenden Spielen war er immer auf dem Posten und ein sicherer Rückhalt für die Mannschaft.
Die Eintracht kämpfte sich nun aber ins Spiel und Calamita erzielte gut 10 Minuten vor mit einem sehenswerten Kopfball den verdienten Ausgleich. Mit dem einen Punkt wären wohl fast alle Mitgereisten zufrieden gewesen. Den Erfurtern langte der eine Punkt aber offenbar nicht, denn sie legten kurz vor dem Spielende noch mal nach und fügten damit der Eintracht die ersten Punktspielniederlage seit dem Grusel-Kick in Unterhaching zu. Wat solls, jede Serie endet irgendwann mal.
Die Rückfahrt verlief daher nicht ganz so gut gelaunt wie die Hinfahrt, aber dafür „durften“ wir dann noch den Wintereinbruch im Harz bestaunen.

 
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