In der ersten englischen Woche der Saison hieß der Gegner der Eintracht erstmals VfR Aalen. Was gibt es den schöneres, als unter der Woche 500 km ins tiefste Schwabenländle zu fahren? Da man als BTSV-Fan vom Regelspieltag Samstag in dieser Saison ohnehin noch nicht viel mitbekommen hatte, konnte auch diese lange Fahrt uns nicht aufhalten. Die Hinfahrt gestaltete sich als unspektakulär, wobei der ab Würzburg stetig zunehmende Regen viel Spaß für den unüberdachten Gästeblock versprach. Am ehemaligen Waldstadion angekommen, überbrückten wir die Zeit bis zum Spielbeginn in der Gaststätte des SSV Aalen. Die anfänglich noch vorhandene Verständigungsprobleme konnten überwunden werden und so bekam auch jeder noch etwas zu essen, bevor man sich auf dem Weg in den Gästeblock machte. Dort war es heute mit 150 Bekloppten relativ übersichtlich und man entdeckte schnell die üblichen bekannten Gesichter. Aalen hatte unter dem neuen Trainer Kohler noch kein Spiel gewinnen können. Ein Umstand, der einem alteingesessenen Eintrachtfan gleich nervös macht, denn der BTSV war schon oft ein gern gesehener Aufbaugegner. Nach der dämlichen Heimniederlage gegen Jena musste man also heute auf das Schlimmste gefasst sein. Der BTSV enttäuschte natürlich nicht und bot eine unterirdische Leistung, die an das desolate 0:4 bei Stuttgart II heranreichte. Aalen war deutlich zweikampfstärker und hatte damit klares Oberwasser. Nach den beiden Treffern von Sailer in der 10. und 35. Minute war das Ding eigentlich schon durch und man durfte eine geschlagene Stunde im Regen auf den Abpfiff warten. Bis auf den bemühten King boten eigentlich alle Feldspieler des BTSV eine desolate Leistung. Besonders hervorzuheben ist einmal mehr Rodrigues, der mal wieder „Alibi-Fußball“ vom Feinsten bot. Ich würde ihn im nächsten Spiel nicht mal mehr auf die Bank setzen. Der Eintracht bleibt nach den zwei Niederlagen zwar weiterhin ein sicherer Platz im Mittelfeld der Liga, jedoch sollte man im nächsten Heimspiel gegen Werder II dringend wieder 3 Punkte einfahren. Dass die Mannschaft es besser kann, hat sie bereits bewiesen. Es bleibt nur unerklärlich, wieso das Team in schöner Regelmäßigkeit immer wieder solch katastrophale Spiele gegen schlagbare Mannschaften abliefert.