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TSV Havelse - Eintracht Braunschweig 2:3 (0:0) n.E. | 16.09.2008 Drucken
NFV-Pokal Viertelfinale / Wilhelm-Langrehr-Stadion Havelse (1.350 Zuschauer)

Der vierte Streich im NFV-Pokal führte die Eintracht mal wieder in den Großraum Hanoi, wo Oberligist TSV Havelse die Blaugelben empfing. Vor zwei Jahren gab es diese Partie schon einmal im Viertelfinale, allerdings war damals unsere glorreiche Zwote zu Gast und ging mit 4:0 unter.
Die erste „Überraschung“ vor Ort war die Schiedsrichteransetzung. Der NFV war sich nicht zu Schade, erneut einen Unparteiischen aus Hannover nach Havelse zu delegieren. So was gibt es glaube wirklich nur bei diesem roten Klüngel.
Es war klar, dass die Eintracht mit einer ähnlichen Leistung wie in der vorherigen Runde in Langenhagen wenig Chancen auf ein Weiterkommen haben würde. Denn wie es im Pokal nun mal so ist, waren die klassentieferen Hausherren bis in die Haarspitzen motiviert und machten der Eintracht das Leben schwer. In der ersten Halbzeit hatten die Löwen noch halbwegs alles im Griff und gingen mit 1:0 in Führung. Nach der Pause bot sich jedoch ein erschreckendes Bild. Durch Nachlässigkeiten wie unzählige Fehlpässe und hundsmiserabel ausgeführte Standards baute man den TSV systematisch auf. Die Mannschaft schien wieder mal nicht die Wichtigkeit dieser Pokalpartien begriffen zu haben. Bis kurz vor Schluss konnte man den knappen Vorsprung jedoch halten. Dann gab es eine absolut gerechtfertigte rote Karte gegen den TSV. An dieser Stelle sei gesagt, dass der Schiri zwar aus Hannover kam, allerdings offenbar erst kürzlich dort hingezogen sein musste, denn er pfiff absolut korrekt ;-)
Den anschließenden Freistoß in der 88. Minute ballerte Fejzic völlig unbedrängt aus dem eigenen Strafraum parallel zur Torauslinie zwischen zwei Eintracht-Spielern hindurch ins Seitenaus. Aus dem folgenden Einwurf resultierte eine Ecke, die per Hacke den nicht unverdienten Ausgleich für den TSV brachte. Nun wurde es noch mal laut Stadion, denn man witterte nun doch die Sensation. Das Publikum bestand am heutigen Abend übrigens wohl mehr aus Anhängern der Abschaumtruppe als aus „echten“ TSVlern. Einige Einheimische bestätigten uns, dass sie die meisten der Gestalten noch nie gesehen hätten und auf die Unterstützung auch gerne verzichtet hätten. Gegen Goslar wäre das Stadion wahrscheinlich nur halb so voll gewesen.
Im Elfmeterschießen waren die Gastgeber dann aber deutlich nervöser und konnten nur einen von fünf Elfmetern versenken. So reichten den Blaugelben folgerichtig auch nur zwei verwandelte Elfmeter zum Einzug ins Halbfinale.
Der NFV hat im Laufe der Jahre schon so manchen Klopfer bei der Durchführung dieses Wettbewerbs geliefert, aber am nächsten Tag brachte man in Sachen Halbfinal-"Auslosung" noch folgenden Klopfer: Während die Emder Zeitung schon morgens verkündete, dass die siegreichen Kickers im anderen Halbfinale nach Osterholz reisen müssen, verkündeten der NFV auf seiner Homepage die Halbfinalpaarungen Osterholz-BTSV und Goslar-Emden. Im laufe des Vormittags wurde die Meldung dann aber geändert und auf einmal die getauschten Paarungen Osterholz-Emden und Goslar-Braunschweig verkündet. Was soll man dazu noch sagen? Noch unglaubwürdiger kann sich dieser Verband wahrlich nicht mehr machen. Warum muss ausgerechnet in Niedersachsen der Landespokal von Jahr zu Jahr zu einer immer größeren Farce verkommen?

 
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