29. Spieltag / 3. Liga / Wacker-Arena Burghausen (2.400 Zuschauer)
Am Dienstag gastierte der BTSV zum vierten Mal im Burghausen. Da am darauffolgenden Tag noch das Länderspiel in Cardiff besucht werden sollte, wurde für die Anreise nach Oberbayern mit Hilfe von Ryan Air diesmal ein ganz besonderes Paket geschnürt. Am Dienstagmorgen ging es von Bremen in einer Stunde mit dem Flieger nach London-Stansted, wo man die zweistündige Wartezeit auf den Anschlussflug nach Salzburg mit einem standesgemäßen englischen Frühstück samt einem Pint Bier im Flughafen- Pub überbrückte. Lecker, aber sicher nicht jedermanns Sache! Nach 95 weiteren Flugminuten erreichten wir den Flughafen "Wolfgang Amadeus Mozart" in Salzburg, von wo aus mit dem Mietwagen das etwa 50 Kilometer entfernte Burghausen angesteuert wurde. Nachdem wir in der Pension "Kaffemühle" eingecheckt hatten, fuhren wir mit dem günstigen City-Bus von der Altstadt zum Bahnhof, wo uns der mittlerweile zum Wacker-Fanbauftragten aufgestiegene Petzi auf ein Bierchen ins "Mendocino" begleitete. Der Gästeblock wurde relativ zeitig geentert, weshalb wir in den Genuss sehr gründlicher Einlasskontrollen kamen. Dafür gab es das Stadionheft aber auch für lau. Nach und nach trafen die üblichen Verdächtigen ein und aufgrund der Ferien waren zum erneuten Termin unter der Woche (das sechste Spiel!) auch sehr viele jüngere Anhänger vor Ort. Zum Einlaufen der Mannschaften gab es im Gästeblock ein kleines, aber schönes Papierrollen-Intro. Diese Begrüßung schien die Mannschaft zusätzlich zu motivieren, denn in der ersten Halbzeit gab der BTSV Gas wie lange nicht mehr und führte zur Pause mehr als hochverdient mit 1:0 durch einen Treffer von Danneberg. Die Einstellung stimmte mehr als 100%ig, Der einzige vertretbare Vorwurf, den man der Mannschaft machen musste, war die miserable Chancenverwertung. Mindestens 3:0 hätte man zu Pause führen müssen, es fehlt einfach ein echter "Knipser". Im zweiten Durchgang ließ man Wacker leider wieder mitspielen und verlor so immer mehr Spielanteile. So begann für den leidgeprüften Anhang mal wieder das große Zittern, denn zu oft genug konnte man einen Vorsprung nicht ins Ziel retten. Fast wäre alles noch schief gegangen, aber zum Glück konnte Rodrigues nach einer Standardaktion den Ball noch von der Linie kratzen. Kurz vor dem Ende erzielte Pfitzner dann endlich das erlösende 2:0, wodurch die Partie natürlich endgültig entschieden war. Der Anhang feierte gelöst die drei Punkte, mit denen ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt vollzogen wurde. Nach einem Bierchen im "Inside" kehrten wir noch im "Bierbrunnen" ein, bevor aufgrund der bevorstehenden Weiterreise nach Cardiff früh um Mitternacht Bettruhe angesagt war.