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Wuppertaler SV - Eintracht Braunschweig 1:1 (0:0) | 09.04.2008 Drucken
Nachholspiel vom 27. Spieltag / Regionalliga Nord / Stadion am Zoo (5.678 Zuschauer)

Da Frau Holle am Ostersamstag wohl keine Lust auf Fußball hatte, mussten wir an diesem Mittwochabend die Reise die Schwebebahnstadt antreten. Heute das erste mal seit langer Zeit im PKW und nicht im 9er-Bus.

Trotz eines kleinen Staus bei Hamm erreichten wir das Stadion am Zoo schon sehr frühzeitig. Den örtlichen Polizeibehörden missfiel leider unser Parkplatz und so musste unser Fahrer seinen Boliden noch mal umparken. Warum auch immer. Die Befürchtung, dass uns nun evtl. auch noch der Zugang zur Kneipe „Flamingo“ verwehrt werden würde, erfüllte sich glücklicherweise nicht. Nach und nach füllte sich die kleine Kaschemme im Schatten der Schwebebahn mit allerhand blaugelben Anhängern aus dem In- und Ausland (Monsieur!). Der etwas überforderte Wirt verpasste es fast, den Umsatz seines Lebens zu machen, aber er bekam es dann doch noch dank tatkräftiger Hilfe der Familie auf die Reihe.
Im Stadion enterte man dann den Übergangs-Gästeblock, ein gut eingezäuntes Freigehege über der Gegentribüne. Der alte Gästeblock wurde abgerissen und wird momentan direkt hinter dem Tor analog zur neuen Heimkurve hochgezogen. Mit dem geplanten Neubau der Gegengeraden wird die Radrennbahn dann völlig aus dem Stadion verschwunden sein. Insgesamt ist es dann sicherlich ein schöneres Stadion als zuvor, aber für den Wuppertaler Zuschauerzuspruch sicher ein wenig überdimensioniert.
Heute hatten sich knapp 6000 Besucher eingefunden, darunter mit 300 Braunschweigern doch überraschend viele Gäste. Der WSV legte in den ersten 10 Minuten los wie die Feuerwehr doch mit ein wenig Glück überstand man diese Drangphase doch unbeschadet. Danach war die Partie relativ ausgeglichen, wobei es sich die Eintracht mit unpräzisen Pässen selbst schwer machte. Kurz vor der Halbzeit vergeigte man dann noch zwei Riesenchancen. Wer da dachte „so was rächt sich“, lag vollkommen richtig. Kurz nach dem Wiederanpfiff befand sich die Abwehr der Löwen noch im Tiefschlaf und ermöglichte dem WSV die Führung. Nun wurde es kurzzeitig auch mal etwas lauter auf den Rängen, aber eine großartige Stimmung herrschte hier heute wahrlich nicht. Bei den Gästen war heute allerdings auch nicht viel mehr los, wobei einige ältere Herrschaften mit längst vergessenem Liedgut die Lacher auf ihrer Seite hatten. In der 66. Minute durfte dann aber auch der Gästeanhang jubeln, denn der Malteser traf mit einer wunderschönen Direktabnahme zum hoch verdienten Ausgleich. Hätte die Eintracht danach noch ein wenig mehr Druck gemacht und sich im Spielaufbau nicht immer zuviel Zeit gelassen, wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen. Aber es war zu oft zu umständlich. So ging es mit weiteren Punkt auf der Habenseite wieder zurück an die Oker. Meiner Meinung nach zu wenig, ich sehe die Chance für die Drittligaqualifikation immer kleiner werden. Aber ich würde mich gerne täuschen!


 
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