VfL Wolfsburg II - Eintracht Braunschweig 3:2 (1:1) | 31.07.2007
2. Spieltag / Regionalliga Nord / Volkswagen-Arena Wolfsburg (18.205 Zuschauer)
Das Beste an diesem Spiel ist, dass wir es nun hinter uns haben. Denn etwas Schlimmeres, als bei der Zweitvertretung der Werksmannschaft auflaufen zu müssen, gibt es meiner Meinung nach nicht. Nein liebe Leute, das war KEIN Derby. Auch wenn wir in der ach so tollen sterilen Arena angetreten sind, es ging nur gegen die zweite Mannschaft des VfL. Das sollten sich die meisten der gestern so zahlreich mitgereisten Honks mal durch den Kopf gehen lassen. Dies musste ich mal vorweg loswerden.
Die Anreise erfolgte gestern mit einer Gruppenkarte per Bahn. Wir folgten dem Vorschlag der Behörden, auch die anderen Züge neben dem Sonderzug zu benutzen. Klasse Idee, vor allem da die regulären Züge aufgrund der Werksferien nur aus zwei Wagons bestanden. Egal, die Fahrt dauert ja nur 25 Minuten. In der Autostadt ging es dann gleich in die Tunnelschenke, wo man die verbleibende Zeit bis zum Spiel verbrachte.
Auf dem Weg zum Stadion zeigte sich dann, dass es nicht unbedingt weniger Zuschauer als beim letzten Spiel vor 2 1/2 Jahren werden würden. An Kassen wie Eingängen gab es lange Schlangen und der Spielbeginn wurde noch eine knappe Viertelstunde nach hinten verschoben. Im Stadion tummelten sich 18.000 Zuschauer, davon waren ca. 15.000 dem blaugelben Lager zuzuordnen und werden mit diesem Spiel ihr einziges Auswärtsspiel besucht haben. Aber entgegen meinen schlimmsten Befürchtungen litt die Stimmung nicht unter der Anzahl und Zusammensetzung des Gästeblocks. Stellenweise (besonders nach dem 2:1) zogen beide Tribünen fast komplett mit und bewirkten doch die eine oder Gänsehaut. Leider schien die Mannschaft daran keinen Gefallen zu finden und verdaddelte mit 2 Super-Schnitzern den ersten Auswärtssieg seit 20 Pflichtspielen. Danach war es natürlich vorbei mit der guten Stimmung und die ersten Scharen verließen schon das Stadion mit Sätzen wie „Ich komme erst wieder, wenn die oben mitspielen“. Bitte gern, am besten ihr kommt gar nicht wieder, euch braucht keiner!
Die letzten Minuten konnte sich dann auch die Wolfsburger Seite akustisch in Szene setzen. Mal abgesehen von einigen etwas peinlichen Spruchbändern war das ein recht ordentlicher Auftritt, alleine schon die Anzahl von 3000 Zuschauern bei einem Spiel der zweiten Mannschaft ist sicher nicht das Schlechteste.
Was bleibt von diesem Abend übrig? Wolfsburg lacht (zurecht) über Eintracht und Benno Möhlmann hat noch viel Arbeit vor sich. Hoffentlich ist jetzt auch dem letzten der „besten Fans der Welt“ mal klar geworden, dass es dieses Jahr nicht um Wiederaufstieg sondern ums nackte Überleben geht.