Nachdem ich in Aue leider passen musste ging es heute endlich wieder auswärts. Als ob die Tour nach Freiburg nicht schon ätzend genug wäre, terminierte die DFL-Mafia den Kick natürlich mal wieder auf Freitag. Es ist einfach zum Kotzen. Aber wenn Eintracht so weitermacht, werden solch lange Fahrten nächstes Jahr ohnehin entfallen. Um 10 startete unser 9er-Bus in Richtung Breisgau. Der Großteil der Mitfahrer war dem Alkoholkonsum heute nicht ganz abgeneigt und sogar Nesthäkchen Robin ließ sich heute nicht lumpen und dezimierte die Vorräte doch recht enorm. Die Fahrt verlief bis auf einen Stau recht fix und so waren wir kurz vor 16h am Badenova-Stadion, welches nach dem gleichnamigen Fluss benannt ist. In der Stadiongaststätte stärkte man sich noch mit Rothaus und Schnitzel und verharrte dort so lange wie möglich, da es im Gästeblock natürlich mal wieder keinen Sprit geben sollte. Im Gästeblock tummelten sich um die 100 Leute, darunter auch Basler und Mannheimer. Gefühlte weitere 100 Leute stellte die Staatsmacht, die heute mal wieder völlig übertrieb. Wahllos wurden Leute beim Betreten des Blocks herausgefischt, fotografiert und mussten ihre Personalien abgeben. Wieder einmal wurde im Rahmen eines Fußballspiels der Rechtsstaat mir den Füßen getreten. Schade, dass der normale WM-Fan vom letzten Sommermärchen von diesem realen Fußball nichts mehr mitbekommt.
Zum Spiel: Freiburg war deutlich schlechter als erwartet in die Saison gestartet, was natürlich an der Favoritenrolle gegenüber der schwächelnden Eintracht nichts änderte. Das Stadion war nur mäßig gefüllt, offenbar rennen dem SC im 2. Jahr der Zweitklassigkeit die ach so tollen Fans davon. Entsprechend war die Stimmung auf Heimseite wie auch beim letzten Gastspiel und wahrscheinlich wie bei allen anderen Spielen mal wieder erbärmlich. Auf der Gästeseite legten sich einige richtig ins Zeug aber der große Teil kam so richtig nicht Fahrt. Obwohl Eintracht sicherlich die bis dahin beste Auswärtsleistung zeigte. Wie im Vorjahr verlor man letztlich durch ein einziges Scheißtor und konnte mal wieder mit leeren Händen die lange Heimfahrt antreten. Nach dem Spiel suchte man noch ein wenig das Gespräch mit den Einheimischen, aber es machte einfach keinen Spaß, da die Gutmenschen gegen Vorwürfe wie „Ihr seid einfach nur Scheiße“ noch nicht einmal wehrten. Einige Halbwüchsige wagten es sogar, um einen Schaltausch zu bitten, womit sie aber genau beim richtigen Mann landeten (Was soll ich mit so einem Pissding?“). Dank der guten Busbesatzung und der fahrerischen Meisterleistung von Melse (und natürlich auch Rocky) war es aber dann doch eine sehr unterhaltsame Fahrt. Wen die Leute stimmen, kann auch eine so schlechte Eintracht einem die Auswärtsfahrt versauen.