Das letzte Auswärtsspiel in dieser katastrophalen Hinrunde führte die Eintracht nach Augsburg, wo man zuletzt in der Aufstiegsrunde in den 90ern zu Gast war. Ich verband das Wochenende mit einem Besuch beim alten BS-Exilanten Flo in München. Neben einem ausführlichen Zug über das Winter-Tollwood auf der Theresienwiese gönnten wir uns auch noch den Kick der 60er-Amateure gegen VfR Aalen, wobei wir mehr als die Hälfte des Kicks in der urigen Stadionkneipe verbrachten, in der es dann auch wirklich spät wurde. Dennoch schafften wir es am Sonntagmorgen früh aus den Federn und fuhren mit dem Bummelzug nach Augsburg. Da wir frische Luft mehr als nötig hatten, wanderten wir zu Fuß in die Rosenau. Nach einer Stärkung beim örtlichen Burger-King wollten wir die große Stadionkneipe entern, welche mir noch gut in Erinnerung war. Leider belehrte mich ein Ordner mit „De kennt ihr net nei, des is jetzt a Wuib-Bereich“. Na herzlichen Dank dachten wir uns und gingen dann in das gnädigerweise als Ersatz für den Pöbel aufgebaute Bierzelt. Das erste Bier (Hasen-Bräu) schmeckte noch nicht so ganz perfekt und so gingen wir dann doch relativ früh zum Gästeeingang, wo man die tollsten Geschichten über die bayerische Polizei hörte, die sämtliche 9er-Busse pingelig durchsucht hatte. Offensichtlich hatte man Nuklearwaffen zwischen den Bierkisten im Auto vermutet.
Im Gästeblock gab es zum Glück keinen falschen Hasen sondern richtiges Bier, wie das arme Mädel am Büdchen jedem Neuankömmling im Block immer wieder geduldig versichern musste. Insgesamt hatte sich eine recht gute Truppe eingefunden und aufgrund des vielen Platzes im weiten Rund war der Zaun auch ordentlich zugeflaggt wie lange nicht mehr. Bei herrlichem Winterwetter gab es einen recht ordentlichen Support, der im weiten Rund mehr als ordentlich zu hören war, wie mir ein Kollege aus dem Heimblock berichtete. Das Spiel endete leistungsgerecht 0:0, was für Augsburg zu wenig war. Gegen die aktuelle Eintracht hätten sie zu Hause eigentlich gewinnen müssen.
Nach dem Spiel besuchten Flo und ich noch den Weihnachtsmarkt, der aber weit hinter meinen Erwartungen zurückblieb, da er doch recht unspektakulär ist. So enterten wir eine sehr urige und „gutbürgerliche“ Gaststube wo es noch mehr Bier und sehr leckeres Essen gab. Später ging es dann zum Bahnhof, wo wir dann zum Warten auf den Zug noch ergebnislos eine Spelunke suchten. So gingen wir in ein ansässiges China-Restaurant und wollten dort eigentlich nur bis zur Zugabfahrt ein Hefe schlürfen. Daraus wurden dann aber 5 und am Ende haben wir noch mal einen Happen gegessen, bevor wir dann gerade so noch den letzten Zug zurück nach München erwischten. Eine rundum gelungene Tour!