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SG Dynamo Dresden - Eintracht Braunschweig 1:1 (1:1) | 16.09.2005 Drucken

5. Spieltag / 2. Bundesliga / Rudolf-Harbig-Stadion Dresden (17.436 Zuschauer)

Um 14 starteten Andreas, Holgi, Special Guest Nobbie und meine Wenigkeit mit Andreas’ bewährten Auswärtsmobil nach Dresden, wo wir trotz diverser Baustellen nach gut 3 Stunden Fahrzeit die Autobahn in Richtung Neustadt verließen wo wir plangemäß Auto und Gepäck bei unserer Herberge für die kommende Nacht abstellen wollten. Aber es kam ganz anderes, denn getreu dem alten Gerd-Müller-Song „Dann macht es Bumm“ krachte uns an einer Kreuzung eine junge Dame in Ihrem Twingo mit Schmackes ins Heck. Nach dem ersten Schreck, stellte sich raus, das unser Kofferraum erstmal nicht mehr auf normalem Weg zu öffnen sein würde, der Twingo gar nicht mehr fahren würde und das zum Glück niemand zu Schaden gekommen war. Zu allem Überfluss wurden wir auch noch auf den Wagen vor uns geschoben, welcher mit einer Truppe Dynamo-Fans besetzt war. So sind sie also, die berüchtigten Zusammenstöße rivalisierender Fangruppen im Vorfeld eines Spiels. Die Desdner Polizei schien sich schon komplett im Stadion zu befinden, denn leider mussten wir fast eine Dreiviertelstunde auf einen Streifenwagen warten. Bis dann die Aussagen zum Unfallhergang protokolliert waren, war die Erste Halbzeit schon zur Hälfe vergangen.
Auf dem Weg zum Stadion kam dann per SMS die Info, dass Kuru uns in Front geschossen hatte. Zu Halbzeitpause erreichten wird dann das Stadion, wo natürlich zu dieser Zeit einfach gar kein Parkplatz mehr zu finden war. Wir gingen schließlich auf Risiko und stellten uns nicht ganz legal ab, was uns letztlich auch ein Knöllchen einbrachte. Nachdem am verschlossenen Gästeeingang durch verzweifelte Hilferufe die Ordner auf uns aufmerksam gemacht hatten, wurde für uns netterweise noch mal aufgeschlossen. In der 50. Minute waren wir dann endlich im mit 500 Blaugelben nur spärlich gefüllten Block, wo wir uns zu den üblichen Verdächtigen gesellten. Die 2. Halbzeit war Recht unterhaltsam und Eintracht hatte sogar Chancen, auf 2:0 zu erhöhen, was aber leider nicht gelingen sollte. So kam es, wie es in Dresden ja öfter passiert und die Dynamos glichen kurz vor Ende noch aus. Eine Glanzparade von Stucki sicherte uns kurz vor dem Abpfiff wenigstens noch den einen Punkt, den im Vorfeld sicherlich nicht allzu viele Leute erwartet hätten.
Nach dem Spiel gab es eine ungewöhnlich lange Blocksperre der Dresdner Polizei, die mit dem Öffnen der Tore solange wartete, bis einfach niemand mehr auf den umliegenden Straßen unterwegs war. So gelangten wir ohne Zwischenfälle zum Auto und begaben uns auf direktem Wege zu unserer Pension für diese Nacht, welche für den Preis absolut in Ordnung war. Nach einer kleinen Imbiss in einem der unendlich vielen Döner-Läden in der Neustadt versackten wir schließlich in einer ganz miesen Kaschemme, in der ein Halber vom Fass gerade mal 1,80 EUR kostete. So sahen wir von einem Lokalitäten-Wechsel ab und blieben bis 2 Uhr dort. Es sollte auch nicht zu spät werden, da um 8h schon unser Zug nach Prag fahren sollte, wo der Besuch von zwei weiteren Spielen geplant war.

 
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