1. FC Union Berlin - Eintracht Braunschweig 1:2 (0:0) | 13.11.2004
17. Spieltag / Regionalliga Nord / Alte Försterei Berlin (6.783 Zuschauer)
Heute gastierte die Eintracht mal wieder in Köpenick, wo uns die eisernern Unioner zum Heimspiel empfingen. Mit dem WE-Ticket ging es mit einer Menge der üblichern Verdächtigen in Richtung Hauptstadt. Die beiden Teamchefs gaben sich auch mal mit uns im Zug die Ehre. Noch vor dem Sonderzug erreichten wir den S-Bahnhof Köpenick und konnte so noch unbehelligt von den Ordnungshütern Getränke kaufen, bevor es in die alte Försterei ging. Der Ground zählt zu meinen absoluten Lieblingen, nur die fehlende Überdachung ist nach wie vor ein Nachteil. Aber ansonsten finde ich es einfach nur geil. 4 relativ steile Tribünen direkt am Spielfeld und keinen überflüssigen Arena-Schnickschnack. Einfach geil.
4 Tage nach dem Pokal-Aus in München hatten sich wieder über 1000 Blaugelbe auf den Weg gemacht, wobei die Stimmung nicht wirklich als gut zu bezeichnen war. Nur einmal wurde es in den ersten 45 Minuten richtig laut, als der Schiri-Assi ein Tor der Eintracht wegen vermeintlicher Abseitsstellung aberkannte. Dumm für den man an der Linie, dass er beim Heben der Fahne direkt in der Ecke zwischen den beiden Gästeblöcken stand. Neben unzähligen Pöbeleien flogen auch so einige Becher und Flasche auf den Rasen. Die viel beschäftigten Jungs vom Ordnungsdienst werden sich vom Pfandgeld das eine oder andere Feierabendbier haben leisten können.
In der zweiten Spielhälfte erarbeitete sich Eintracht ein leichtes Übergewicht und konnte schließlich in Führung gehen. Das Tor und ein übler Regenschauer ließen denn Block nun so langsam in Wallung kommen. Die Freude währte allerdings nicht allzu lange, denn fast im Gegenzug glichen die Eisernen wieder aus. Trotzdem ging die Regenparty im Block weiter und die Masse wurde schließlich noch mit dem Siegtreffer der Eintracht belohnt. Bei meinen beiden Besuchen in der Försterei bin ich zwar beide Male richtig nass geworden, dafür aber auch jeweils mit 3 Punkten nach Hause gefahren. Die Heimfahrt gestaltete sich unspektakulär. Nachdem man sich im Ostbahnhof noch mit Proviant eingedeckt hatte, ging es über Magdeburg wieder zurück nach BS.