34. Spieltag / Oberliga Nord / Leinestadion Seelze-Letter (400 Zuschauer)
Zum letzten Spiel in der Oberliga Nord musste unsere Zwote beim Abschaum in Hannoi antreten. Aus Sicherheitsgründen wurde das Spiel ins Leinestadion nach Seelze-Letter verlegt, wodurch sich die Sicherheitsorgane mehr Übersicht und Kontrolle erhofften. In der Presse wurde im Vorfeld rumgetönt, dass das Areal um das Stadion schon Stunden vor Spielbeginn abgesperrt werden sollte und eine strikte Fantrennung durchgeführt werden sollte. Die Praxis sah natürlich mal wieder ganz anders aus. Von Trennung keine Spur und wir parkten ungehindert direkt vorm Vereinsheim, wo man sich dann auch noch den Weg zum Gästeblock erfragen musste. Aber das war erst der Anfang, die Behörden lieferten im weiteren Verlauf noch mehr Beweise für ihre Inkompetenz. Zunächst erstmal war der Ground schlechthin ein Witz, denn er bot nur eine Stehtribüne, auf der man – durch Flatterband getrennt – beide Mobs platzierte. Als Ausgleich für so viel Dummheit nahm man es aber wiederum mit der Personenkontrolle am Eingang des Gästeblocks sehr genau. So musste nicht wenige sich noch fotografieren lassen und ihre Personalien aufnehmen lassen. Während des Spiels wurde dann besonders viel Aufmerksamkeit darauf verschwendet, darauf zu achten, dass auch nie mehr als 3 Personen gleichzeitig auf die zusammengebastelten Toiletten gingen.
Dafür hatten die Hannos umso mehr Bewegungsfreiheit und rannten in einer großen Gruppe auf den Gästeblock zu, wobei aber der Großteil auf halber Streck stehen blieb und ein Paar Iddis alleine weiter rennen ließ. Diese kassierten dann auch ein wenig von den Förstern, die nicht damit beschäftigt waren, den An- und Abreiseverkehr an den Pissoirs zu regeln. Der Schiri bracht für etwa 15 Minuten das Spiel ab und die verhafteten Hannos wurden unter großem Gelächter am Gästeblock vorbei- und abgeführt.
Bei strömendem Regen ging die Partie dann auch wieder weiter und zur Halbzeit lagen wir leider 2:0 zurück. Auch wenn es hier um nix mehr ging, riss sich unsere Zweite in der zweiten Halbzeit noch mal richtig den Arsch auf und bot auf rutschigem Boden eine der besten Vorstellungen der Saison und kam so auch völlig verdient zum 2:2-Ausgleich. Der Torjubel der Truppe zeigte doch sehr deutlich, dass dieses Spiel nicht irgendein belangloser Kick war. Völlig unverdient erzielten die Roten dann kurz vor Schluss leider noch das 3:2. Ein Freistoss für die Blaugelben in der Nachspielzeit traf leider nur die Latte und so blieben am Ende alle drei Punkte in AWD-Stadt.
Nach dem Spiel gab es eine Blocksperre für die Heimfans und so durften ausnahmsweise die Gäste als erste das „Stadion“ verlassen. Eine überforderte Beamtin die ständig „links lang, links lang“ quäkte hinderte uns jedoch nicht, nach rechts zum geparkten Wagen zu gehen und diese Stadt endlich wieder zu verlassen. Wenn sich die Sicherheitsorgane bei der tollen WM genau so professionell verhalten, dürfte es doch ganz lustig werden. Vor allem bei einem Spiel mit polnischer Beteiligung!