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VfL Osnabrück Am. - Eintracht Braunschweig Am. 5:3 n.E./1:1(0:0) | 10.06.2005 Drucken

Niedersachsen-Meisterschaft / August-Wenzel-Stadion, Barsinghausen (150 Zuschauer)

Nach den Aufstiegsfeierlichkeiten der zurückliegenden Woche stand für heute der letzte Blaugelbe Pflichttermin an. Das Finale um die Niedersachsenmeisterschaft zwischen den Staffelsiegern der Niedersachsenliga West und Ost, in diesem Jahr die Zweitvertretungen des VfL Osnabrücks und Eintracht Braunschweig. Andreas machte den Fahrer und mit an Bord waren noch Basti, Holgi, Simon und meine Wenigkeit. Das Spiel wurde im August-Wenzel-Stadion der NFV-Sportschule in Barsinghausen ausgetragen. Von draußen sieht das ganze mit der Rückseite der Tribüne vor Augen sogar aus wie ein richtiges Stadion. Im Inneren folgte dann aber die Ernüchterung, da die eine Tribüne auch die einzige Erhebung der Anlage ist. Stattdessen kann man den Blick über die weiteren Trainingsplätze und Äcker schweifen lassen. Die Tribüne an sich ist auch eine seltsame Konstruktion. Die Aufteilung in einen „Oberrang“ mit Sitzplätzen und unterhalb gelegenen Stehplätze geht ja noch voll in Ordnung, allerdings geht die Hälfte des Baus für den Gastronomie-Bereich drauf, der das Flair einer DDR-Autobahnraststätte versprüht. Zu allem Übel gab es dann auch noch überteuertes Gilde Flaschenbier aus Halbliter-McDonalds-like-Pappbechern. Einfach ekelhaft!
Unter den gut 150 Zuschauern befanden sich ca. 20 Einträchtler womit man den mitgereisten Osnabrückern 20fach überlegen war. Irgendwie scheint das Interesse an der Zweiten des VfL nicht besonders hoch zu sein, oder hatte nach dem Nichtaufstieg der ersten Mannschaft einfach keinenBock? :-)
Vor dem Spiel gab es die erste Siegerehrung für die jeweilige Staffelmeisterschaft und ein Funktionär hielt noch eine Rede, die - mit Bart Simpsons Worten gesagt – einfach nur „laaangweilig“ war.
Das Spiel kann man leider genauso beschreiben. Irgendwie war beiden Mannschaften anzumerken, dass sie gar nicht so genau wussten, was diese Veranstaltung nun eigentlich soll. Auf der Tribüne vertrieb man sich die Zeit daher mit Biertrinken und den üblichen zweckfreien Gesprächen. Dabei wurde auch diskutiert, inwieweit sich der „Football Factory“-Soundtrack denn als Stadionmusik eignen würde.
Irgendwann fiel dann auf einmal ein Tor und man sah die lila-weißen Spieler und den Betreuerstab jubeln (Fans waren ja wie gesagt nicht wirklich da). Gott sei dank, sagtren sich wohl die meisten, denn lieber verlieren, als hier noch eine Verlängerung ertragen zu müssen. Aber der Schiri hatte offensichtlich als Einziger gefallen an dem Kick und schenkte der Eintracht noch einen Strafstoß, den Hauk sicher verwandelte. Glücklicherweise gab es dann trotzdem keine Verlängerung, sondern man kam gleich zum Elfmeterschießen, wobei glaube niemand der Anwesenden etwas gegen einen Münzwurf gehabt hätte.
Das Elfmeterschießen konnten die Osnabrücker dann auch klar für sich entscheiden. Aber so richtig traurig war darüber aber auch keiner. So konnte es dann endlich wieder nach Hause gehen, weg aus dem verseuchten Land.

 
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